Belastungsprobe Fellwechsel

20. September 2017 | Von Redaktion | Kategorie: Featured, Gesundheit

[Bonn (GER)/(aid)]. Bereits im Spätsommer stellen sich die Pferde auf die kühlere Witterung ein und beginnen mit dem Fellwechsel. Denn Pferde sind fotoperiodisch gesteuert, d.h. sie reagieren auf die äußeren Licht- und Dunkelperioden. Werden Ende August die Tage kürzer, machen die Sommerhaare Platz für den dichten Winterpelz.

Bereits im Spätsommer stellen sich die Pferde auf die kühlere Witterung ein und beginnen mit dem Fellwechsel (Foto: Bernd Kasper/pixelio.de).

Bereits im Spätsommer stellen sich die Pferde auf die kühlere Witterung ein und beginnen mit dem Fellwechsel (Foto: Bernd Kasper/pixelio.de).

Spätestens im Herbst wird es dann auch für den Pferdebesitzer ersichtlich – je nach Rasse und klimatischer Gegebenheit wird das Fell seines Tieres dichter, teilweise auch etwas länger. Der Wechsel des Haarkleides ist für die Pferde eine enorme, körperliche Anstrengung. Damit das Winterfell Schutz vor künftiger Kälte und Nässe bieten kann, müssen zahlreiche neue Zellen entstehen – für den Organismus des Pferdes eine Höchstleistung! Vor allem ganz junge, alte und kranke sowie geschwächte Tiere sind dann besonders belastet.

Das ganze Immunsystem wird dabei geschwächt, und somit steigt auch die Anfälligkeit für Erkrankungen. Während dieser Zeit wirken viele Pferde oft lustlos und schlapp. Das Fell wird stumpf, und schwerfuttrige Tiere verlieren nicht selten Gewicht. Damit der Fellwechsel beim Pferd schnell und ohne körperliche Beeinträchtigungen oder Leistungsminderungen ablaufen kann, benötigt der Organismus Nährstoffreserven. Dafür sind eine optimale Ernährung und ein gut funktionierender Stoffwechsel die idealen Voraussetzungen. Auf gute Grundfutterqualität ist zu achten, denn eine gesunde und bedarfsgerechte Fütterung ist die beste Grundlage für einen leichten Fellwechsel.

Zu den wichtigsten Nährstoffen in dieser Zeit zählt vor allem Zink, welches an der Bildung von Keratin, dem Hauptbestandteil der Haare, beteiligt ist. Das Spurenelement fördert darüber hinaus die Zellteilung sowie das Wachstum der Haare und Haarwurzeln. Eine nicht mindere Bedeutung für das Zellwachstum und die Haarbildung wird auch Kupfer, Mangan, Folsäure und Biotin zugesprochen. Schwefel und Silizium gelten ebenfalls als wichtig für die Haar- und Hautentwicklung, Magnesium und Vitamin E unterstützen die Hautdurchblutung.

Auch die Versorgung mit essentiellen Fettsäuren ist notwendig, da diese eine positive Wirkung auf Haut und Fell aufweisen. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren können nicht vom Organismus produziert werden, sondern diese muss der Pferdekörper über die Nahrung aufnehmen. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und fördern das Immunsystem.

Regelmässiges Putzen massiert die Haut, verbessert die Durchblutung und führt damit zu einer besseren Versorgung der Haut mit Nährstoffen. Wurmkuren und Impfungen belasten den Organismus zusätzlich und sollten daher mit Bedacht erfolgen.

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