Begehrte Hengste in Westfalen

1. Dezember 2013 | Von Redaktion | Kategorie: Auktionen, Zucht

[Münster-Handorf (GER)/M. Berger, K. Schulze Topphoff]. Drei Tage lang war das Westfälische Pferdezentrum in Münster-Handorf Schauplatz der Hauptkörung für Reitpferde. Insgesamt stellten sich 75 Hengste des Jahrgangs 2011 der Körkommission. Davon erhielten 46 ein positives Körurteil und 15 von ihnen wurden mit dem Titel "Prämienhengst" ausgezeichnet.

Unumstrittener Siegerhengst wurde die Kat.-Nr. 30, ein Sohn des Rock Forever I aus einer Florencio I-Mutter (Z.: Heinz Kuse, Laer; Ausst.: Cathrin Beckmann-Meßfeld, Norderstedt). Der bewegungsstarke Dunkelbraune wechselte in der anschließenden Auktion für gekörte und nicht gekörte Hengste für 300.000 Euro in den Stall eines Dressurpferdezentrums in Niedersachsen.

Zum ersten Reserve-Sieger 2013 ernannte die fünfköpfige Körkommission den Vitalis/Fürst Piccolo-Sohn mit der Kat.-Nr. 47, der vom fachkundigen Publikum sehr viel Szenenapplaus bekam (Z.: Josef Deimel, Erwitte; Ausst.: Heinz-Ludwig Ohlemeyer, Minden). Der Dunkelfuchs war auch mit 360.000 Euro die Preisspitze der Auktion und wurde von einem Neukunden aus den USA erworben.

Zweiter Reservesieger wurde ein Amazing Star/San Remo-Nachkomme aus holländischer Zucht. Er wurde vom Gestüt Gut Neuenhof aus Nideggen vorgestellt und wird zukünftig auf der Hengststation von Ludger Beerbaum wirken.

Bester Springhengst darf sich der Balous Bellini/Cornet Obolensky-Sohn aus der Zucht von Marin Dieckhoff aus Telgte nennen, der bei seinen Ausstellern Ludger und Lutz Gripshöver aus Werne verbleibt. Er begeisterte das Publikum mit seinem überragenden Freispringen, seinem ausdrucksstarken Typ sowie elastischem Bewegungsablauf.

Unmittelbar nach dem Endring wurden auf der Hengstauktion insgesamt 38 Hengste versteigert (33 gekörte/fünf nicht gekörte). Neben den Endringhengsten avancierte der Springhengst v. Baloubet du Rouet/Weinberg aus der Zucht von Dr. Axel Schürner, Nideggen, zu den Auktionsspitzen. Auch er wird zukünftig bei Ludger Beerbaum in Riesenbeck stationiert sein. In einem spannenden Bieterduell zweier renommierter Hengsthalter aus Niedersachsen wurde ein Damon Hill/Sandro Hit-Sohn aus der Zucht von Sandra Grede aus Frankenberg für 240.000 Euro als viertteuerster Hengst der Auktionskollektion zugeschlagen. Ein langjähriger Kunde aus der Schweiz sicherte sich für 205.000 Euro einen dunkelbraunen Darco/Quival-Sohn aus belgischer Zucht, der von Heinrich Ramsbrock, Menslage, ausgestellt wurde.

Insgesamt erzielte die Auktionskollektion einen höchst beachtlichen Umsatz von 3.190.000 Euro. Der Durchschnittspreis der gekörten Hengste lag bei 93.712 Euro. Die nicht gekörten Hengste erwirtschafteten durchschnittlich 19.500 Euro. Der Anteil ins Ausland verkaufter Hengste beträgt mit 17 Verkäufen 42 Prozent. Sie werden zukünftig in Brasilien, Estland, Österreich, den Niederlanden, Portugal, der Schweiz, Schweden, Ukraine und den USA wirken.

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