Esel – sympathische Grautiere mit langen Ohren

8. Mai 2014 | Von Redaktion | Kategorie: Tierschutz

[Berlin (GER)/S. Timm]. Esel zählen zu den ältesten Haustieren der Menschen. Sie wurden bereits vor mehr als 6.000 Jahren als Last- und Reittiere in Ägypten eingesetzt. Ursprünglich waren sie Wildtiere aus der Steppe Afrikas. In mehreren Unterarten hat sich der Afrikanische Esel über Nordafrika weiter nach Vorderasien verbreitet. Heute sind Esel weltweit zu Hause, allerdings leben kaum noch Tiere in freier Wildbahn. Am häufigsten anzutreffen sind sie in Asien (China, Westasien), dem nördlichen Afrika (einschließlich Äthiopien), dem angrenzenden Mittelmeerraum sowie Lateinamerika.

Esel zählen zu den ältesten Haustieren des Menschen (Foto: Welttierschutzgesellschaft).

Esel zählen zu den ältesten Haustieren des Menschen (Foto: Welttierschutzgesellschaft).

Esel gehören zur Familie der Equiden, der Pferdeartigen. Der Hausesel stammt vom Afrikanischen Esel ab und ist somit eine Unterart. Der asiatische Esel, auch Pferdeesel genannt, wurde nie domestiziert. Der Maulesel und das Maultier sind Hybriden, also eine Mischung aus zwei Tierarten: Der Maulesel ist eine natürliche Kreuzung aus Pferdehengst und Eselstute. Das Maultier, auch Muli genannt, ist eine vom Menschen geschaffene Züchtung aus Eselhengst und Pferdestute.

Esel sind nicht nur gesellige Tiere, sondern auch gute Beschützer (Foto: Welttierschutzgesellschaft).

Esel sind nicht nur gesellige Tiere, sondern auch gute Beschützer (Foto: Welttierschutzgesellschaft).

Mauleseln und Maultieren wird nachgesagt, dass sie die besten Eigenschaften von beiden Tieren haben – die Kraft vom Pferd und die Trittsicherheit vom Esel. Sie sind weniger temperaturempfindlich und in gesundheitlich besserer Kondition als Pferde. Aus diesem Grund waren und sind sie auch beim Militär sehr beliebt. Den “Kamerad Maultier” gibt es beispielsweise noch immer in Deutschland in der "Tragtierkompanie" der Bundeswehr in Bad Reichenhall. Die große Gelenkigkeit der Maultiere kommt ihnen beim Einsatz in den Bergen zugute.

Unterschätzte Tiere

Dumm, störrisch und faul soll der Esel sein. Doch was ist tatsächlich dran an den ihm nachgesagten Eigenschaften?

„Esel“ wird oft als Schimpfwort für Menschen benutzt, aber in Wirklichkeit ist es ein Kompliment: Esel sind klug und gutmütig. Ihre scheinbare Sturheit ist vielmehr ein Abwägen gefahrvoller Situationen und hat nichts mit Dummheit zu tun. Falsche Handhabung durch seine Besitzer hat vermutlich zu diesen Vorurteilen geführt. Denn bei einem richtigen Umgang ist der Esel ein verlässlicher Gefährte des Menschen.

Mit ihren ausgeprägten Sinnesorganen (Ohren, Augen, Nase) nehmen Esel einen potentiellen Feind schon von weitem war. Der Esel hat im Gegensatz zum Menschen oder zu vielen anderen Tieren die Augen nicht vorn im Kopf, sondern an den Seiten. Auf diese Weise hat er fast eine komplette Rundumsicht nach vorne, zur Seite und nach hinten.

Sowohl Esel als auch Pferde sind Fluchttiere. Jedoch verhalten sie sich dabei völlig gegensätzlich. Statt wie ein Pferd mit Fluchtinstinkt zu reagieren, bleibt der Esel lieber stehen und wägt die Situation ab.

Sozialverhalten

Esel sind sehr gesellige Tiere und sollten nicht alleine gehalten werden. Sie können sogar Freundschaften schließen. Indikatoren für die Freundschaft sind räumliche Nähe, soziale Fellpflege, Körperkontakt und Futterteilen.

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Tierschutzorganisationen und Tierhalter benutzen z. B. das „Buddy System“. Sollte ein Esel zum Tierarzt müssen, ist sein Buddy immer an seiner Seite. Das beruhigt die Tiere sehr und nimmt den Stress. Esel sind zwar sehr leidensfähig und ertragen ihr Leid im Stillen, können aber an Stress, Trauer oder Angst sterben.

Esel sind gute Beschützer. Sie werden sogar eingesetzt, um andere Tiere vor Wildtieren zu verteidigen. Hat sich ein Esel erst einmal mit einer Herde Schafe, Ziegen, Rinder etc. angefreundet, verteidigt er diese Herde vor möglichen Bedrohungen. Esel könnten Eindringlinge durch Schreie, Drohgebärden oder Tritte vertreiben oder sogar töten.

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