Ernte: Vorsicht bei Großfahrzeugen auf der Straße

11. Juli 2014 | Von Redaktion | Kategorie: Gesellschaft, Stall- & Betriebsmanagement

[Oldenburg (GER)/W. Hollweg (lwk niedersachsen)]. Mit Beginn der Getreideernte werden wieder ausladende Erntemaschinen und voll bepackte Transportfahrzeuge stärker als sonst auf den Straßen zu sehen sein. Das wird sich bis tief in den Herbst fortsetzen, erst dann sind auch Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben geerntet. Die Fachleute der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bitten alle Verkehrsteilnehmer um Vorsicht und Nachsicht, falls es im Zuge der Erntearbeiten zu Behinderungen kommen sollte. Damit Autofahrer die Begegnung mit landwirtschaftlichen Großmaschinen richtig einschätzen können, hier einige Tipps:

Mit Beginn der Getreideernte werden wieder ausladende Erntemaschinen und voll bepackte Transportfahrzeuge stärker als sonst auf den Straßen zu sehen sein (Foto: LWK Niedersachsen/W. Hollweg).

Mit Beginn der Getreideernte werden wieder ausladende Erntemaschinen und voll bepackte Transportfahrzeuge stärker als sonst auf den Straßen zu sehen sein (Foto: LWK Niedersachsen/W. Hollweg).

Unterschätzen Sie beim Überholen die Geschwindigkeit landwirtschaftlicher Maschinen nicht. Traktoren mit Anhängern erreichen Fahrgeschwindigkeiten von 40 km/h und mehr. Außerdem sind landwirtschaftliche Fahrzeuge außergewöhnlich groß. Sie sind bis zu drei Meter breit (mit blinkendem gelben Rundumlicht sogar breiter) und durchaus 20 Meter lang. Auch das ist beim Überholen insbesondere auf schmalen Straßen zu berücksichtigen.

Abstand halten! Moderne landwirtschaftliche Fahrzeuge verfügen über sehr gute Bremsen. Im Falle einer Gefahrenbremsung (Vollbremsung) ist der Bremsweg auch bei voll beladenen Anhängern erstaunlich kurz. Sie sollten daher immer genügend Abstand einhalten.

Rot-weiße Warntafeln sind ein Hinweis auf relativ breite Fahrzeuge oder Arbeitsgeräte. Bedenken Sie: Nicht nur Sie haben durch die großen Gerätschaften bzw. Anhänger mit Ladung einen verminderten Überblick, auch die Sicht des Traktorfahrers nach hinten ist eingeschränkt.

Besondere Obacht ist geboten, wenn landwirtschaftliche Züge und Großmaschinen Straßen überqueren oder von dort abbiegen wollen. In beiden Fällen fahren die Maschinen sehr langsam. Beim Rechtsabbiegen wird häufig nach links über die Fahrbahnmitte „ausgeholt“, was den nachfolgenden Verkehr irritieren kann. Die Absicht, nach links oder rechts abzubiegen, ist nicht immer eindeutig zu erkennen. Beleuchtungseinrichtungen können durch Fahrten auf staubigem Boden verschmutzt sein.

Arbeitsgeräte, die am Traktorenheck angebaut sind, schwenken beim Abbiegen entgegen der Abbiegerichtung aus. Dadurch verengt sich ganz plötzlich die Fahrbahn für überholende und entgegenkommende Fahrzeuge. Vorsicht auch bei Mähdreschern oder Häckslern: Sie werden über die Hinterachse gelenkt, was ihr Heck beim Abbiegen ebenfalls ausscheren lässt.

Warndreiecke am Straßenrand können auf abgestellte landwirtschaftliche Fahrzeuge oder verschmutzte Fahrbahnen hinweisen. In beiden Fällen ist Vorsicht und langsames Fahren geboten.

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