Pferdehaltung im Winter

14. Februar 2018 | Von Redaktion | Kategorie: Featured, Gesundheit
Die Winterbeweidung wird als preiswerte, artgerechte Haltungsform der Pferde sehr geschätzt (Foto: Anke Klabunde).

Die Winterbeweidung wird als preiswerte, artgerechte Haltungsform der Pferde sehr geschätzt (Foto: Anke Klabunde).

Die Winterbeweidung wird als preiswerte, artgerechte Haltungsform der Pferde sehr geschätzt, die vor allem auch dem Bewegungsdrang der Pferde Rechnung trägt. In der Praxis bietet sie jedoch häufig reichlich Konfliktpotential durch die konkurrierenden Anforderungen an Rauhfuttermenge und Weidezeit für die Vierbeiner.

Das Spätherbst- und Winterfutter auf der Weide weist oft eine vergleichsweise geringe Qualität aus. Im ungünstigsten Fall ist es gekennzeichnet durch geringen Strukturgehalt, hohen Protein- und Nitratgehalt, hohen Schmutzgehalt und Pilzbesatz. Die Winterweide sollte daher durch gutes Heu ergänzt werden. Hochwertiges Zusatzfutter versorgt den Pferdeorganismus zudem mit wertvollen Vitaminen und Mineralien.

Grundsätzlich gilt aber, dass eine Zufütterung auf der Wiese nur an befestigten, trockenen Futterstellen erfolgen sollte. Je höher die tägliche Ration an grobstrukturiertem Futter bemessen wird, desto kürzer muss die tägliche Weidezeit befristet werden – so die Empfehlungen von Futterexperten. Denn einerseits soll die Weide vor unnötigem Zertreten bewahrt werden. Andererseits gilt es, den Nährstoffinput und den potentiellen Nährstoffverlust, der aus der Zufütterung auf der Winterweide resultiert, zu begrenzen. Das Absammeln der Pferdeäpfel ist sehr hilfreich, um einen solchen unerwünschten Nährstoffimport zu minimieren. Da die Tiere an den Futterstellen die meisten Stunden verweilen, wird dort die Narbe besonders intensiv zertreten und auch die meisten Exkremente ausgeschieden. Eine nicht bewachsene Fläche mit zerstörter Narbe ist aber nicht in der Lage, Nährstoffe zu binden und vor der Verlagerung mit den Winterniederschlägen zu bewahren. Eine zertretene Grünlandnarbe ist ein untrügliches Zeichen, dass die Beweidung zu intensiv war und sollte im Frühjahr schnellstmöglich repariert werden.

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