Winterwetter: Harte Bedingungen für den Pferdehuf

13. Februar 2018 | Von Redaktion | Kategorie: Featured, Gesundheit

[Bonn (GER)/(aid)]. Die Hufe eines Pferdes wachsen das ganze Jahr über. Doch sobald das Wetter kühler wird, verlangsamt sich das Hornwachstum von durchschnittlich sechs Millimeter pro Monat auf ungefähr die Hälfte im Winter. Doch auch in der kalten Jahreszeit verliert das Aus- und Beschneiden der Hufe nicht an Wichtigkeit: Durch ausbalancierte und glatte Hufe können Risse oder Fragmentierungen am Horn auf ein Minimum reduziert werden. Im Abstand von durchschnittlich sechs Wochen sollte das Pferd beim Hufschmied oder -therapeuten vorgestellt werden.

der Huf eines Pferdes ist im Winter deutlich härteren Bedingungen ausgesetzt (Foto: A. Klabunde).

der Huf eines Pferdes ist im Winter deutlich härteren Bedingungen ausgesetzt (Foto: A. Klabunde).

Ein weiterer Grund spricht für die Beibehaltung des bisherigen Hufschmiede-Intervalls: Pferde, die auf rauen, vormals schlammigen und nun uneben gefrorenen Böden unterwegs sind, sollten regelmäßig auf Prellungen und Abszessbildung in der Hornkapsel kontrolliert werden. Ein Pferd mit einer schweren Prellung oder einem Abszess ist in der Regel sichtbar lahm. Tieren mit einer leichten Prellung hilft häufig eine kurzzeitige Reduktion des Trainingspensums. Andernfalls bedarf es eines Tierarztes oder Hufschmiedes, der zuerst die schmerzende Stelle lokalisiert und anschließend bei Bedarf die Sohle an der betreffen Stelle öffnet. In der Folge kann möglicherweise vorhandener Eiter abfließen und führt auf diese Weise zu einer Druckentlastung.

Nicht selten wirkt das Pferd bereits nach einer solchen Maßnahme sichtbar entspannter. Aus einem großen Wattepad oder einer Kinderwindel kann nun ein Hufschuh konstruiert werden, der die offene Stelle am Huf vor Schmutz und Keimbelastung schützt.

In der kalten Jahreszeit stehen viele Pferde oftmals im Matsch. Dann werden die Hufe weicher und nehmen im Zweifel zu viel Feuchtigkeit auf. Deshalb ist es wichtig, dass die Pferde sich möglichst wenig auf schlammigen Böden aufhalten. Die geschickte Platzierung von Heu an verschiedenen und möglichst trockenen Arealen der Weide, erhöhte Kiesbetten rund um Wassertröge und das Ausbringen und Verlegen von Bodenrastern in stark frequentierten Bereichen, wie beispielsweise im Einzugsbereich der Weidetore, stellen bereits erste Verbesserungen dar.

Ob Pferde barhuf oder beschlagen durch den Winter gehen, hängt vor allem vom jeweiligen Tier und dessen Einsatzzweck ab. Unabhängig davon gilt jedoch: Die Hufe sollten täglich ausgekratzt und kontrolliert sowie regelmäßig behandelt werden.

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