Hurrikan – von Sturmwinden und Rennpferden

23. Januar 2015 | Von Redaktion | Kategorie: Featured, Rezensionen

Diogenes_D-Francis_Hurrikan_eBookZwei Meteorologen mit einer großen Affinität für Pferderennen und einer vergleichbaren Passion für Motorflugzeuge erhalten die einmalige Chance, in das Auge eines Hurrikans zu fliegen.

So begeistert die beiden beim BBC angestellten Wetteransager, der exzentrische Kris Ironside und der eher zurückhaltende Perry Stuart, zu Beginn noch sind, so mysteriös entwickeln sich im Verlauf der Zeit die Vorbereitungen des Vorhabens. Denn die Bedingungen für diesen Flug sind mehr als merkwürdig: Die Beiden sollen auf dem Weg zum Hurrikan – quasi „im Vorbeifliegen“ – eine winzig kleine Insel ansteuern und vor Ort fotografieren, ohne den Flug – wie sonst üblich – zu dokumentieren. Darüber hinaus macht ihr Auftraggeber keinerlei Angaben zu den gewünschten Motiven, die Perry Stuart, der Protagonist der Geschichte, vor die Linse nehmen soll. Doch die Verlockung ist – bei aller Intransparenz – ist einfach zu groß, und die beiden Männer machen sich schließlich auf den Weg zu einem für Wetterforscher interessantesten Wetterphänomen überhaupt. Doch war Perry anfänglich nur irritiert, erhärtet sich für ihn der Verdacht illegaler Aktivitäten im Verlauf der Story: Auf der Insel lebt nur eine Herde Rinder, ansonsten scheint sie vollkommen verlassen zu sein. Die Kosten, die ihrem Auftraggeber für diesen Flug entstehen, scheinen in keinem Verhältnis zum Aufwand zu stehen…

Dramatisch wird es, als das Flugzeug aufgrund eines Pilotenfehlers abstürzt. Kris kann sich in die mitgeführte Rettungsinsel in Sicherheit bringen, während Co-Pilot Perry – nur mit einer Schwimmweste ausgestattet – der durch den Hurrikan verursachten Sturmflut ausgeliefert ist. Er wird von den turmhohen Wellen zurück an die Küste der Insel gespült. Der Kampf ums Überleben beginnt, bevor Rettung naht …

Doch außer Gefahr ist Perry trotz allem nicht – denn er recherchiert auf eigene Faust und unter (erneutem) Einsatz seines Lebens die merkwürdigen Hintergründe dieser verworrenen Geschichte, deren Auflösung dem Leser erst zum Ende des Buches geliefert wird.

So ungewöhnlich wieder einmal der Handlungsstrang der Geschichte auf den ersten Blick für den Leser erscheint, so pfiffig und spannend entwickelt er sich im weiteren Verlauf. Ein typischer „Francis“, den man einfach nicht wieder aus der Hand legen möchte. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, informativ, unterhaltsam – und immer mit einem latenten Bezug zum Galoppsport. Wenn auch die Pferde und der Rennzirkus in diesem Kriminalroman eher am Rande involviert sind, so übernimmt doch der Krankheitsverlauf einer Vollblutstute eine Schlüsselrolle. Ein tolles Buch, und in der eBook-Version nicht nur bequem überallhin mitnehmbar, sondern auch angenehm lesbar!

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