Deutsches Nachwuchsteam der Para-Dressurreiter auf Platz vier

7. Juli 2015 | Von Redaktion | Kategorie: Para Equestrian

[Überherrn (GER)/U. Helkenberg (fn-press)]. Längst hat sich der Linslerhof einen Namen als Veranstalter von internationalen und Bundesveranstaltungen gemacht. Eine Woche nach der „Goldenen Schärpe“ der Vielseitigkeitsreiter trafen sich Para-Dressurreiter aus aller Welt im saarländischen Überherrn, um ihre Kräfte zu messen. Dabei erwiesen sich die Niederländer in der Teamwertung als unschlagbar, die deutsche Mannschaft musste sich knapp geschlagen mit Platz vier begnügen.

„Für mich ist das kein Drama. Wir wollten in Überherrn ganz bewusst unseren Nachwuchsreitern und denjenigen eine Chance geben, die beim CPEDIO in Mannheim nicht zum Zuge kamen“, sagte Equipechefin Britta Bando. Anders die Niederländer. Sie traten mit ihren Topreitern auf, die sich hier für einen Startplatz bei den Europameisterschaften empfehlen wollten. Mit 432,16 Punkten lagen sie am Ende als Mannschaft vor den Reitern aus Singapur mit 429,25 Punkten und Österreich (417,62). Das deutsche Team folgte mit 416,81 Punkten.

Für Deutschland startete in Grade Ia Silvia Logemann (Berne) mit Danjo AS, die sich mit rund 67 Prozent im Teamtest und der Einzelaufgabe respektabel präsentierte. In ihren Leistungen kam sie allerdings nicht an die Mannschaftsvizeweltmeisterin Elke Philipp (Treuchtlingen) mit Regaliz heran, die einmal mehr mit 75 Prozent den Teamtest anführte, sich allerdings in Einzelaufgabe und Kür der Para-Aktivensprecherin Laurantia Tan aus Singapur mit Ruben James beugen musste.

In Grade II vertrat der WM-Einzelreiter Steffen Zeibig (Arnsdorf) mit Feel Good die deutschen Farben. Nach zwei Jahren sind er und seine Rappstute, die er neuerdings einhändig vorstellt, zu einem eingespielten Team zusammengewachsen. "Die Leistungen der beiden sind inzwischen sehr konstant“, freute sich Britta Bando. Mit rund 72 Prozent in den beiden ersten Prüfungen und über 75 Punkten in der Kür war Zeibig nach Einzelreiterin Elke Philipp der erfolgreichste deutsche Reiter in Überherrn, auch wenn sich in Grade II die Niederländerin Rixt van der Horst mit Uniek N.O.P. als unschlagbar erwies. Noch ein paar Abstimmungsprobleme hatten dagegen Zeibigs Mitstreiterinnen von London und Caen. Sowohl Dr. Angelika Trabert (Dreieich) als auch Britta Näpel (Wonsheim) kamen nur in der ersten Prüfung unter die ersten Fünf. „Geli hat ein neues Pferd, und Britta hat nach ihrem Sturz in Mannheim noch einen leichten Trainingsrückstand. Da ist aber nichts, was sich nicht verbessern lässt“, war Bando zuversichtlich.

Gleich mit zwei Paaren war das Team Deutschland in Grade IV vertreten. WM-Teilnehmerin Carolin Schnarre (Osnabrück) mit Del Rusch blieb in der Team- und Einzelaufgabe nur knapp unterhalb der 70er Marke und lieferte damit das beste deutsche Ergebnis in ihrem Grade ab, noch vor der frisch gebackene Deutsche Meisterin Lena Weifen-Rohde (Bösel), die mit Don Turner als Einzelreiterin startete. Für das Team trat in Überherrn stattdessen Nachwuchsreiterin Claudia Neu mit Loredana an. Die Spitzenposition in Grade II nahm der zweifache Vizeweltmeister Frank Hosmar mit Alphaville N.O.P. und punktete damit auch fürs niederländische Teamergebnis. Zur Kür trat er allerdings nicht mehr an und machte damit den Weg frei für einen Sieg der Russin Nataliya Mariyanova, deren neues Pferd Ilion viele begehrliche Blicke auf sich zog.

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