„Autsch!“: Wenn Bremsen zugestochen haben…

11. September 2015 | Von Redaktion | Kategorie: Reiterfitness
Der Stich einer Pferdebremse ist sehr schmerzhaft (Foto: Albrecht E. Arnold/pixelio.de).

Der Stich einer Pferdebremse ist sehr schmerzhaft (Foto: Albrecht E. Arnold/pixelio.de).

[Unna (GER)/B. Kalle]. Wenn es schmerzt, ist es schon zu spät. Dann hat sie bereits zugestochen, und die Folgen sind unangenehm: Es bildet sich eine Quaddel, häufig folgen Juckreiz, Schmerz und Schwellungen, die bis zu zwei Wochen anhalten können. Was hilft, wenn eine Bremse gestochen hat, erklärt die Amtsapothekerin des Kreises Unna, Birgit Habbes.

„Erstmal ist wichtig ist zu wissen, dass ein Bremsenstich hierzulande normalerweise nicht gefährlich ist, sondern nur schmerzhaft“, betont Habbes. Um die unangenehmen Begleiterscheinungen der Quälgeist-Attacke zu lindern, hat sie einige Tipps parat.

Wer schnell reagieren kann, wenn ihn eine Bremse erwischt hat, dem hilft als Hausmittel ein heißer Löffel. „Für den Juckreiz und die Entzündung sorgt ein eiweißhaltiger Stoff, der mit dem Bremsenspeichel unter die Haut gelangt“, erläutert die Amtsapothekerin. „Ab Temperaturen von über 40 Grad Celsius wird dieses Eiweiß zerstört.“ Wer einen Teelöffel und beispielsweise heißes Wasser zur Hand hat, kann den Löffel erhitzen und mehrmals binnen weniger Minuten auf die Stichstelle drücken. „Aber Achtung: Der Löffel sollte nur so heiß sein, dass man sich nicht verbrennt“, sagt Habbes und rät dazu, zunächst kurz anzutesten, ob man die Temperatur verträgt.

Zu einem späteren Zeitpunkt hilft Kühlen gegen die Schwellung. Wirksam sind beispielsweise Kühlpads oder Essigumschläge. „Dazu nimmt man ein sauberes Tuch und gibt Wasser und Haushaltsessig darauf“, rät Birgit Habbes. Der Umschlag sollte gewechselt werden, sobald er warm geworden ist. Auch eine Salbe gegen Insektenstiche aus der Apotheke lindere Juckreiz, Schmerz und Schwellung. „Falls sich der Stich entzündet, sollte man allerdings zum Arzt gehen“, sagt Habbes.

Schnelle ärztliche Hilfe ist nötig, wenn jemand allergisch auf Bremsenstiche reagiert und beispielsweise Atemnot bekommt oder einen Schock erleidet. „Dann sollte ohne zu zögern der Notruf 112 gewählt werden“, betont Habbes und rät allen, die wissen, dass sie allergisch auf Insektenstiche reagieren, ihre Notfallmedikamente immer dabeizuhaben und auch Begleiter in die Anwendung einzuweisen.

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