EM Aachen: Silber für deutsches Reining-Team

16. August 2015 | Von Redaktion | Kategorie: Westernreitsport

[Aachen (GER)/A. Borchardt (fn-press)]. Es war hauchdünn: Nur zwei Punkte trennten das deutsche Reining-Team bei den Europameisterschaften von der Goldmedaille und damit von der Titelverteidigung. Das freundschaftliche Dauerduell mit den Italienern ging diesmal zu deren Gunsten aus (658 Punkte). Bronze holten sich die Niederlande (644).

„Natürlich will man als Europameister seinen Titel verteidigen und Gold“, erklärte Bundestrainer Nico Hörmann (Berlin), erkannte aber die Leistung der Italiener an. „Es ist nicht daran gescheitert, dass wir nicht gut genug waren: die anderen waren einfach besser“, fasste es Equipechef Dr. Matthias Gräber (Weinheim) zusammen.

Erster Reiter für die Mission Gold war Volker Schmitt (Pressath). Mit dem neunjährigen Quarter Horse-Hengst Smokin Mifillena scorte er 217 Punkte und erfüllte seinen Auftrag: für das Team. Immerhin waren mit Stephan Rohde (Kamp-Lintfort) und Elias Ernst (Windeck) zwei Championatsneulinge in der Mannschaft, die ohne zusätzlichen Druck reiten sollten. Ein Plan, der gestört wurde, als Rohde als zweiter Reiter nach seiner Vorstellung einen NoScore erhielt, der zur Disqualifikation führte. Bei der Pferdekontrolle nach dem Ritt stellte der Bit-Judge einen kleinen Kratzer an dem achtjährigen Quarter Horse-Hengst Smarty Diamond fest. „Da ist das Reglement bei uns ganz streng. Und das darf natürlich nicht passieren“, sagte Nico Hörmann. Für Elias Ernst wurde es damit ernst. Es gab kein Streichergebnis mehr. Nervenstark entlockte der EM-Novize den Richtern für seine Vorstellung mit dem zehnjährigen Hengst USS N Dun It 217,5 Punkte. „Das ist ein Riesenschritt für Elias, hier trotz des Drucks so sauber zu reiten“, lobte der Bundestrainer. Nach dem dritten italienischen Reiter, der 219,5 Punkte für eine Medaille einsackte, wuchs allerdings auch der Druck. Giovanni Masi de Vargas, der letzte Italiener, zog mit 221,5 Punkten die Daumenschrauben dann noch einmal an. Der Betroffene: Grischa Ludwig. Der 41-jährige Pferdetrainer aus Bitz verfügt als Championats-Abonnent zwar über entsprechende Erfahrung. Aber nun musste er 224 Punkte erreichen, um den Titel zu behalten. Ludwig und sein achtjähriger Quarter Horse Hengst Shine My Gun gaben alles. Zwei kleine Fehler verhinderten schließlich, dass Ludwig an dem Italiener vorbeizog. „Grischa hat einen super Ritt hingelegt, der die Qualität gehabt hätte, in die Nähe von 224 zu kommen“, war Nico Hörmann sich sicher. Mit 221,5 Punkten teilt Grischa Ludwig sich nun Platz eins dieses Wettbewerbes.

Ein Blick in die Ergebnisliste der Qualifikation zeigt die Klasse der Deutschen. „Wir haben vier Reiter unter den ersten Sechs dieses Wettbewerbes. Das zeigt, auf welch hohem Niveau die deutschen Reiner reiten. Und das stimmt uns zuversichtlich für die Einzelentscheidung am Sonntag“, sagte Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). Neben Ludwig, Ernst (Platz vier) und Schmitt (Platz sechs) hat auch Einzelreiter Oliver Stein (Rhede) mit der neunjährigen Stute Timbers Whizzer den direkten Weg ins Einzelfinale genommen (217,5 Punkte/Platz vier).

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