Schachmatt der Arthritis

7. Dezember 2016 | Von Redaktion | Kategorie: Featured, Gesundheit
Arthritische Beschwerden sind ein häufiger Faktor für einen frühzeitigen Vorruhestand der Pferde (Foto: Anke Klabunde).

Arthritische Beschwerden sind ein häufiger Faktor für einen frühzeitigen Vorruhestand der Pferde (Foto: Anke Klabunde).

Mit zunehmendem Alter tritt auch bei Pferden immer häufiger Arthritis, eine Entzündung der Gelenke, auf. Aber nicht nur bei älteren Pferden ist diese Form der Erkrankung zu beobachten. In der Tat ist Arthritis einer der Hauptgründe, dass selbst athletische und gut trainierte Pferde nicht mehr auf ihrem maximalen Leistungsniveau eingesetzt werden können. Arthritische Beschwerden sind ein häufiger Faktor für einen frühzeitigen Vorruhestand.

Äußere Zeichen der Arthritis sind Schmerzen, Wärme, Schwellung und ein reduzierter Bewegungsumfang in den betroffenen Gelenken. Die Untersuchung mittels Ultraschall, Röntgen, Kernspintomographie oder Arthroskopie zeigt oft Veränderungen in den Knochen und Knorpel-Oberflächen innerhalb eines arthritischen Gelenks.

Prävention und Behandlung von Arthritis und Arthrose (Knorpelverschleiß) gehen Hand in Hand. Einfache Dinge, wie beispielsweise eine beständige Planungsroutine bei der Hufpflege und -behandlung oder eine Nivellierung von Bodenunebenheiten bei Stall- und Auslaufböden zählen zu den primären Maßnahmen, die ergriffen werden sollten.

Darüber hinaus ist die Bereitstellung einer diätetisch vollständigen Ernährung in jedem Lebensabschnitt vor allem für die Sicherstellung der Nährstoffversorgung von großer Wichtigkeit, denn nur mit den richtigen Nährstoffen lassen sich Knochen und Knorpel optimal versorgen.

Arthritis betrifft einen hohen Prozentsatz von Pferden. Um diesen Tieren eine möglichst hohe Lebensqualität zu gewährleisten, gibt es weitere, zahlreiche Maßnahmen – von der Kühlung der betroffenen Gliedmaßen mit kaltem Wasser nach einem harten Training bis zur Anwendung modernster Techniken, die das Nachwachsen der erodierten Knorpel in den Gelenken fördern.

Ist die Arthritis besonders schmerzhaft ausgeprägt, hilft häufig die Anwendung von Schmerzmitteln, sogenannten nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAP oder NSAID). Aber auch Medikamente mit den Wirkstoffen wie polysulfatierte Glykosaminoglykan, Natrium-Hyaluronat oder Kortikosteroide kommen vor allem bei permanenter und progressiver Degeneration des Gelenkknorpels zum Einsatz. Doch die Forschung beschreitet auch hier neue Wege: So sind inzwischen erste Versuche mit der Verwendung von Stammzellen und Plättchen-reichem Plasma erfolgreich realisiert worden.

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