“Ungezähmt”: Die vier Freunde

15. Februar 2016 | Von Redaktion | Kategorie: Kino-Tipp
Während der Dokumentation von "Ungezähmt": Die Gruppe, bestehend aus Ben Masters, Thomas Glover, Jonny Fitzsimons und Ben Thamer, blickt von einer Klippe auf einen Bergsee hinab (Foto: Fin & Fur Films).

Während der Dokumentation von "Ungezähmt": Die Gruppe, bestehend aus Ben Masters, Thomas Glover, Jonny Fitzsimons und Ben Thamer, blickt von einer Klippe auf einen Bergsee hinab (Foto: Fin & Fur Films).

Der Student Ben Masters, drei seiner Freunde und der Regisseur Phillip Baribeau reiten von Mexiko nach Kanada – durch den majestätischen Grand Canyon, den Yellowstone und den Glacier National Park. In “Ungezähmt – von Mexiko bis Kanada” nehmen sie den Zuschauer mit auf eine Reise durch atemberaubende Landschaften und zeigen dabei das Potential wilder Mustangs. Ihr Ziel ist es, auf das tragische Schicksal dieser faszinierenden Tiere hinzuweisen: Für die Erhaltung des freien Weidelands mussten rund 50.000 Pferde eingefangen werden, die seitdem auf engstem Raum in Gefangenschaft leben.

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Ben Masters auf seinem Pferd "Dinosaur", ihm folgt sein zweites Pferd "Chief" (Foto: Fin & Fur Films).

Ben Masters ist der Kopf hinter „Ungezähmt – von Mexiko bis Kanada“. 2010 ist er gemeinsam mit zwei Freunden über 3200 km entlang der Kontinental-Scheide geritten. Zu dieser Zeit waren alle drei pleite und beschlossen daher, ihre American Quarter Horses mit Mustangs aufzustocken, die sie für je 125 US-Dollar beim Bureau of Land Management (BLM) erworben haben. Überrascht mussten sie feststellen, dass die Fähigkeiten der Mustangs die der domestizierten Pferde übertrafen. Ben wurde neugierig und begann sich mit der Mustang-Kontroverse auseinanderzusetzen. So erfuhr er erstmals von der traurigen und komplexen Situation der Mustangs. Ben beschloss, etwas für die Mustangs zu tun und hatte schließlich die Idee zu „Ungezähmt – von Mexiko bis Kanada“.

Als Kind verbrachte Ben Thamer jede freie Minute mit Camping, Angeln, Jagen oder Skifahren. „Das lehrte mich die Natur und den Nervenkitzel wertzuschätzen, den nur Mutter Natur einem geben kann.“ Er war fasziniert von dem Lebensstil der Cowboys und hat den Roman „Weg in die Wildnis“ bis zum Umfallen gelesen. Ben Thamer besitzt einen Abschluss in Agrarökonomie von der Texas A&M. Immer hat er das getan, was als verantwortungsvoll galt und von ihm erwartet wurde. „Ich bin einer Studentenverbindung beigetreten und begann, den üblichen Weg anzusteuern: Bürojob, Frau, Kinder und ein Haus. Auch wenn ich die Zeit am College genossen und jede Menge gelernt habe, hatte ich doch immer das Gefühl, dass es mich in eine andere Richtung zieht. Als Ben Masters mich fragte, ob ich diese Reise mit ihm antreten möchte, konnte ich nicht nein sagen.“ Ben Thamers schnelle Auffassungsgabe, seine Bereitschaft zu kochen und seine Veterinärkenntnisse machten ihn zu einem idealen Reisegefährten. Heute arbeitet Ben Thamer im Viehhandel in Texas.

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Jonny Fitzsimons reitet mit seinem Pferd "Bam-Bam" in die Abendsonne. Ihm folgen die Pferde "JR" und "Django" (Foto: Fin & Fur Films).

Jonny Fitzsimons ist auf einer Rinderfarm in Südtexas aufgewachsen. Von dem Moment an, in dem er laufen konnte, hat er auf Pferderücken gesessen. Er ist ein ausgezeichneter Reiter mit sehr guten Kenntnissen im Training von Pferden. Im Dezember 2012 hat er seinen Abschluss in Geschichte an der Texas A&M gemacht. Im Sommer arbeitete Jonny abwechselnd auf einer Pferderanch in Argentinien und auf einer Rinderfarm in Wyoming oder jagte Wilderer in Tansania. Derzeit arbeitet er für diverse Öl- und Gasunternehmen in Texas. Seine Kameraden schätzen Jonny nicht nur wegen seiner Verlässlichkeit und seiner Fähigkeit, auch in Krisensituationen die Ruhe zu bewahren. Er ist zudem scharfsinnig, hat einen wundervoll trockenen Humor und war dank seiner Reiterfahrung ein großer Gewinn für das Team.

„Für mich war es eine sehr leichte Entscheidung, nach meinem Abschluss erst einmal eine Pause einzulegen und diese Reise anzutreten. Ich bin ein Stadtkind, das sein Herz an die Berge verschenkt hat.“ Während seines Studiums der Bauwissenschaften an der Texas A&M University verbrachte Thomas Glover seine Sommer als Begleiter von geführten Ausritten im Rocky Mountain National Park (in einem Herbst führte er sogar eine Elchjagd in Wyoming an). Seine Verlässlichkeit und seine Fähigkeiten, Karten zu erstellen und Pferde zu beschlagen, waren ausschlaggebend für den Erfolg der Reise.

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