Protectionist begeistert die Galopp-Fans in Hamburg

4. Juli 2016 | Von Redaktion | Kategorie: Galopprennsport
Unter Eduardo Pedroza dominierte der Top-Galopper Protectionist im Grossen Hansa-Preis (Foto: Marc Rühl).

Unter Eduardo Pedroza dominierte der Top-Galopper Protectionist im Grossen Hansa-Preis (Foto: Marc Rühl).

[Hamburg (GER)]. „Protectionist ist der Protagonist“ – so lautete vor zwei Jahren die Schlagzeile nach dem Großen Hansa-Preis. In der von pferdewetten.de gesponserten und mit 70.000 Euro dotierten Top-Gruppe II-Prüfung über 2.400 Meter am ersten Sonntag des Derby-Meetings in Hamburg gab der Melbourne Cup-Sieger des Jahres 2014 aus der Zucht von Dr. Christoph Berglar für Australian Bloodstock als Besitzer abermals eine atemberaubende Vorstellung als neuerlicher Triumphator. Es war faszinierend, wie der 24:10-Favorit dieses Rennen vor 6.000 Zuschauern beherrschte und erneut in der Bel Etage des Galopprennsports angelangt ist.

Als Jockey Eduardo Pedroza den Sohn der deutschen Deckhengst-Legende Monsun von vierter Stelle aus auf der Zielgeraden einsetzte, war die Frage nach dem Sieger (40.000 Euro Prämie) sofort beantwortet. In der Manier eines Superstars verabschiedete sich Protectionist von der Konkurrenz und schraubte seine Gewinnsumme nun auf über 2,6 Millionen Euro hoch. Der siebte Erfolg beim 20. Start des Sechsjährigen riss die Zuschauer regelrecht von den Sitzen.

Eduardo Pedroza in einem ersten Statement: „Er ist erstaunlich, wie er seit seinem letzten Start in Düsseldorf zugelegt hat. Ich hatte immer ein gutes Gefühl. Ich war vielleicht etwas früh in Position, aber er hat super reagiert.“

Ein besonderes Kompliment hat sich Trainer Andreas Wöhler (Spexard bei Gütersloh) verdient, der Protectionist nach dem erfolglosen Intermezzo bei einem australischen Coach wieder so in Form gebracht hat. Sein Kommentar: „Was dieses Pferd in den letzten zehn Wochen zu Hause in der Arbeit gezeigt hat, war stark. Er machte jetzt zum Hansa-Preis einen besseren Eindruck als vor zwei Jahren. Wir haben gewusst, dass zwei Pferde vorne gehen wollten. Da haben wir Eddie gesagt, er sollte sich einen schönen Platz im Mittelfeld sichern. Er ist ein phänomenales Pferd. Wir entscheiden von Start zu Start, wie wir weitermachen.“ Auf die Frage, ob ein erneuter Auftritt im Melbourne Cup, dem Top-Rennen Australiens, in Frage käme, hielt sich Wöhler bedeckt. Die Möglichkeit bestehe, aber auch eine Europa-Kampagne sei eine Option.

Als einziger kam der jüngste Badener Überraschungssieger Iquitos als Zweiter mit dreieinviertel Längen Rückstand noch ein wenig in die Nähe von Protectionist und hielt sich bestens. „Er hat nichts verkehrt gemacht und lief ein Riesenrennen. Auf diesem Boden war es für ihn auch nicht einfacher. Der Dallmayr-Preis in München oder der Große Preis von Berlin kommen für seinen nächsten Start in Frage.“

Guignol steigerte sich auf den dritten Platz und komplettierte die Dreierwette der Favoriten: „Er war nur geschlagen von den beiden besten deutschen Pferden“, sagte sein Trainer Jean-Pierre Carvalho.

Auch die Stute Techno Queen machte als Vierte noch ein wenig Boden gut und hielt sich vor dem als Einzigem stets hart an der Innenseite gehenden Eric, dem auf unpassendem Boden nie gefährlich wirkenden Sirius sowie Fair Mountain und dem lange führenden Vif Monsieur gut genug.

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