CHIO Aachen: Bestleistung für Kristina Bröring-Sprehe und Desperados

19. Juli 2016 | Von Redaktion | Kategorie: Dressursport, Top Feature
Kristina Bröring-Sprehe und Desperados mit Jürgen Fitschen, Senior Advisor der Deutsche Bank AG (2.v.r.), und ALRV-Präsident Carl Meulenbergh (Foto: CHIO Aachen/Michael Strauch)..

Kristina Bröring-Sprehe und Desperados mit Jürgen Fitschen, Senior Advisor der Deutsche Bank AG (2.v.r.), und ALRV-Präsident Carl Meulenbergh (Foto: CHIO Aachen/Michael Strauch)..

[Aachen (GER)]. „Jetzt bin ich entspannt!“, stieß Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu einen Seufzer der Erleichterung aus, nachdem sie ihre drei Reiterinnen nach deren Auftritten im Deutsche Bank Preis beim CHIO Aachen 2016 empfangen hatte – wobei keine von den dreien mit weniger als 86,925 Prozentpunkten bewertet worden war. Die deutsche Dressur hat in Aachen bisher nie Dagewesenes erlebt: drei Paare über 80 Prozent im Grand Prix um den Preis der Familie Tesch, dreimal 80 Prozent plus im Meggle-Preis, dem Grand Prix Special. Das ist absoluter Rekord. Und dann setzten diese drei im ausverkauften Deutsche Bank Stadion vor 6300 Zuschauern noch einen bzw. drei drauf und belegten auch hier die ersten drei Plätze.

Kristina Bröring-Sprehe gewann den berühmtesten Dressurpreis, der in diesem Sport vergeben wird auf dem berühmtesten Viereck der Welt – mit 88,825 Prozent, einem persönlichen Rekord. Zweite wurde Isabell Werth im Sattel von Weihegold OLD mit 86,950 Prozent, dicht gefolgt von Dorothee Schneider und Showtime FRH mit 86,925 Prozent.

Kristina Bröring-Sprehe berichtete der Bundestrainerin nach ihrem Ritt noch etwas zaghaft von dem einzigen Fehler, den sie in der ersten doppelten Pirouette hatte. Aber als dann die Noten kamen, war dieser Moment vergessen. „Ich bin überglücklich“, seufzte die Weltranglisten-Erste, die hier in Aachen im vergangenen Jahr beinahe Multichampionesse Charlotte Dujardin (GBR) und Valegro bei der EM entthronte hätte. Damals fehlten nur wenige Punkte.

Isabell Werths Welt war am Sonntag wieder in Ordnung. Am Vorabend schied sie im http://www.clubmedia.it/ aus, nachdem sie sich zweimal verritten hatte – völlig untypisch für die mehrfache Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin! Am nächsten Tag wusste sie wieder, wo es langgeht – und das, obwohl sie die etwas abgeänderte Kür zu neuer Musik, einem 70er-Jahre-Schlager-Italo Pop-Medley, zum ersten Mal in Gänze mit Weihegold durchgeritten ist. Die Highlights der Kür haben einen besonderen Soundtrack: „Tanze Samba mit mir“ – sehr passend!

Dorothee Schneider und Showtime FRH waren das nächste Paar, das für Gänsehautmomente sorgte. Showtime geht zu Musik, wie sie passender nicht sein könnte für den statiösen Dunkelbraunen: den E-Gitarrenklängen des Queen-Klassikers „The Show must go on“. Es ist kaum zu glauben, dass dieser Showmaker mal ein eher schüchternes und introvertiertes Pferd war. Sie hat aus dem erst zehnjährigen Wallach ein Weltklassepferd gemacht, das noch lange nicht den Zenit seiner Leistungsfähigkeit erreicht hat – auf Wiedersehen in der Soers 2017! Mal schauen, ob Showtime seine Kollegen dann vielleicht hinter sich lassen kann.

www.chioaachen.de

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