WM Reining: Grischa Ludwig ist Vize-Weltmeister

15. August 2016 | Von Redaktion | Kategorie: Westernreitsport
Sieger und Platzierte bei der WM Reining (v.l.): Grischa Ludwig/GER (Silber), Gennaro Lendi/ITA (Gold) und Tina Kuenstner-Mantl/AUT (Bronze) (Foto: FEI/ Andreas Kost)

Sieger und Platzierte bei der WM Reining (v.l.): Grischa Ludwig/GER (Silber), Gennaro Lendi/ITA (Gold) und Tina Kuenstner-Mantl/AUT (Bronze) (Foto: FEI/ Andreas Kost)

[Givrins (SUI)/ (fn-press)]. Grischa Ludwig (Bitz) ist neuer Vize-Weltmeister Reining. In einem spannenden Stechen setzte er sich mit seinem siebenjährigen Quarter Horse-Hengst Whiz Im Smart (221,5/217,5 Punkte) gegen die Österreicherin Tina Künstner-Mantl mit Nu Chexomatic (221,5/212,5) durch, die damit die Bronzemedaille gewann. Weltmeister wurde der Italiener Gennaro Lendi (222) mit Yanky Gun. Insgesamt kämpften in Givrins/Schweiz auf der CS Ranch 21 Reiter aus sechs Nationen im Einzelfinale um den höchsten Reining-Einzel-Titel.

2002 fand die erste Weltmeisterschaft Reining unter dem Dach des Weltreiterverbandes FEI statt. Erstmals war damals ein deutsches Reining-Team bei den Weltreiterspielen in Jerez de la Frontera dabei, darunter Grischa Ludwig, damals 28 Jahre alt und Reservereiter. 14 Jahre später ist der Besitzer mehrerer Europameisterschafts-Medaillen bei seinen siebten Weltmeisterschaften am Start. Die Bilanz aus deutscher Sicht bis dahin: Jedesmal medaillenerwartungsvolle Anreise, jedesmal medaillenlose Abreise. „Wir waren einfach mal dran. Wir hatten immer schon die Qualität, aber es kam immer wieder Pech dazu“, sagt der Pferdetrainer. Mit dem Mannschafts-Vize-Titel gelang Ludwig zusammen mit seinen Teamkollegen Elias Ernst (Windeck), Dominik Reminder (Invergno/ITA) und Alexander Ripper (Fürth) am Donnerstag ein historischer Erfolg. Die erste WM-Medaille für die deutschen Reiner, der WM-Bann gebrochen. Seit 2002 ist Grischa Ludwig zu einer Institution im deutschen Reiningsport geworden. Sein Einsatz und sein WM-Durchhaltevermögen wurden nun auch mit einer Einzelmedaille belohnt. Ein Erfolg bei einer WM, das war für ihn eine offene Rechnung. Silber ist aber nur eine erste Rate. „Als nächstes kommt Gold“, blickt Grischa Ludwig zu den Weltreiterspielen 2018.

Es lief einfach gut bei dieser WM. Nicht nur hatten sich fünf der sechs deutschen Reiter für das Einzelfinale qualifiziert. Auch Vize-Kollege Alexander Ripper war mit seinem Ritt eine Zeit lang auf Bronzekurs. Der zweimalige Doppel-Europameister von 2003 und 2013 wurde am Ende mit seinem neunjährigen Quarter Horse-Hengst Hollys Electricspark aber glücklicher Vierter (220,5) und freute sich „in der Top Five dieser hochkarätigen WM“ zu sein. Daniel Klein (Selm), am Donnerstag als Einzelreiter in der Teamprüfung am Start, erreichte mit seinem Hengst Dun it with a Splash Platz zwölf (217 Punkte). Dominik Reminder, der sein erstes Championat mit WM-Teamsilber krönte, kam mit seiner zehnjährigen Quarter Horse-Stute GR Hug A Jewel auf Platz 14 (216,5). Mannschaftskollege Elias Ernst, der letztes Jahr bei der Europameisterschaft in Aachen seine Championatspremiere mit Teamsilber und Einzelbronze krönte, scorte mit seinem EM-Pferd, dem elfjährigen Quarter Horse-Hengst USS N Dun it, 213,5 Punkte (Platz ).

„Das Niveau war unheimlich hoch auf dieser WM. Das zeigen die engen Punktabstände“, sagte Nico Hörmann, der – früher als Reiter, heute als Bundestrainer – wie Grischa Ludwig und auch Alexander Ripper einen langen WM-Atem haben musste. WM-Team-Silber, WM-Einzel-Silber, EM-Doppelgold für die Jungen Reiter: Dieses Championat machte den Bundestrainer glücklich. „Vielen Dank an alle: Ihr seid ein tolles Team“, sagte Nico Hörmann bei seiner abschließenden Ansprache im Stall und wünschte sich eine Fortsetzung für folgende Championate – sowohl bei den Senioren als auch den Jungen Reitern und Junioren.

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