Paralympics 2016: Gelungener Auftakt für deutsches Para-Dressurteam

13. September 2016 | Von Redaktion | Kategorie: Para Equestrian
Die Norwegerin Ann Catrin Luebbe sicherte sich mit Donatello im Grade III  den ersten Platz (Foto: Jon Stroud/FEI).

Die Norwegerin Ann Catrin Luebbe sicherte sich mit Donatello im Grade III den ersten Platz (Foto: Jon Stroud/FEI).

[Rio de Janeiro/BRA (fn-press)]. Einen Auftakt nach Maß hat das deutsche Para-Dressurteam bei den Paralympics in Rio de Janeiro hingelegt. Als erste und einzige deutsche Starterin des ersten Wettkampftages erzielte Alina Rosenberg (Konstanz) mit Nea’s Daboun ein Ergebnis von über 73 Prozent und legte damit einen guten Grundstock für die Teamwertung. “Das war ein Auftakt nach Maß. Ich bin rundum super zufrieden und sehr stolz auf Alina”, sagte Equipe-Chefin Britta Bando.

Gestartet wird in der Para-Dressur in fünf verschiedenen Grades, entsprechend der Schwere der Behinderung der Reiter. In allen fünf Grades wird zunächst der sogenannte Team-Test geritten, ab Dienstag steht dann auch der Championship-Test auf dem Programm. In beiden Fällen handelt es sich um vorgegebene Dressuraufgaben (wie im Regelsport), wobei sich die Anforderungen am Grad der Behinderung orientieren. Die Ergebnisse aus beiden Prüfungen werden anschließend addiert, die drei besten Ergebnisse für die Teamwertung herangezogen. Den Beginn machte der Team-Test in Grade III mit 16 Teilnehmern aus 16 Nationen sowie in Grade Ib mit elf Teilnehmern aus elf Nationen.

Während Deutschland in Grade III wegen des kurzfristigen Ausfalls von „Titelverteidigerin“ Hannelore Brenner (Wachenheim) nicht vertreten war, gab die 23-jährige Alina Rosenberg, die an spastischer Diparese leidet, in Grade Ib ihr Paralympics-Debüt - und das mit Erfolg. Mit einem Ergebnis von 73,16 Prozent musste sie nur dem zehnfachen Paralympics-Sieger Lee Pearse aus Großbritannien mit Zion sowie dem Goldmedaillengewinner von London und zweimaligen Doppeleuropameister Pepo Puch aus Österreich mit Fontainenoir den Vortritt lassen. "Ich war schon aufgeregt", erklärte Alina Rosenberg zu. "Aber er war ganz toll, war ganz brav und hat sich super benommen", lobte sie ihren vierbeinigen Partner, den erst siebenjährigen Oldenburger Nea's Daboun (v. Dressage Royal). "Und das, obwohl vorher ein brasilianischer Reiter am Start war. Da machen die hier richtig Party", ergänzte Britta Bando. "Aber Alina war ganz sicher, ganz überlegt. Einfach toll."

Ergebnisse 1. Wettkampftag

Teamtest Grade III

1. Ann Cathrin Lubbe/NOR mit Donatello; 72,237 Prozent

2. Sanne Voets/NED mit Demantur; 70,316

3. Susanne Sunesen/DEN mit Que Faire; 70,158

4. Annika Lykke Dalskov Risum/DEN mit Aros a Fenris; 70,132

5. Philippa Dwyer-Johnson/RSA mit Lord Louis; 69,921

6. Angela Peava/USA mit Lancelot Warrior; 68,974

Teamtest Grade Ib

1. Lee Pearse/GBR mit Zion; 75,28 Prozent

2. Pepo Puch/AUT mit Fontainenoir, 74,0

3. Alina Rosenberg (Konstanz) mit Nea’s Daboun; 73,160

4. Stinna Tange Kaastrup/DEN mit Smarties (71,680)

5. Nicole Den Dulk/NED mit Wallace (70.640)

6. Celine Gerny/FRA mit Flint (68,44)

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  1. [...] Mittlerweile wurde in vier von fünf Behinderten-Grades die erste Dressuraufgabe absolviert. Nach Alina Rosenberg (Konstanz), die mit Nea’s Daboun bereits am Sonntag am Start war, erzielte nun am Montag auch Elke Philipp (Treuchtlingen) mit Regaliz ein Ergebnis über 73 [...]

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