Frostsichere Pferdetränke mit Flydebricks

10. November 2016 | Von Redaktion | Kategorie: Produktneuheiten
Die aus Polypropylen bestehenden Flydebricks verzögern im Winter die Eisbildung, während sie im Sommer das Algenwachstum und Verdunstung reduzieren (Foto: Hersteller).

Die aus Polypropylen bestehenden Flydebricks verzögern im Winter die Eisbildung, während sie im Sommer das Algenwachstum und Verdunstung reduzieren (Foto: Hersteller).

Der Winter naht, und mit ihm das für viele Pferdebesitzer leidige Thema einer möglichst eisfreien Wasserversorgung der Tiere. Eigentümer unbeheizter Tränken stehen jedes Jahr erneut vor der gleichen Herausforderung, wie sie ein Einfrieren der Wasserstelle und die Bildung dicker Eis-Schichten auf der Wasseroberfläche möglichst verhindern. Die kleinen, schwarzen Flydebricks sollen Abhilfe schaffen und Pferdetränken auch ohne Strom- und Wasseranschluss weitestgehend frostsicher halten, so die Aussage des dänischen Herstellers.

„Starr ruht der See…“ – diese Zeile aus einem beliebten Weihnachtslied beschreibt nicht nur den idyllischen Anblick der Natur in der kalten Jahreszeit, sondern auch den Zustand vieler Pferdetränken vollkommen zutreffend. Denn mit den sinkenden Temperaturen steigt im Winter auch die Gefahr einer Vereisung der Pferdetränke. Spätestens jetzt sind zahlreiche Selbstversorger, Besitzer von Pferden in Outdoor- und Freilandhaltung sowie Betreiber von Offenstallsystemen und Paddock Trails auf der Suche nach einer praktikablen Lösung, um die Folgen der Kälte zu überstehen und dabei die Versorgung der Vierbeiner mit ausreichend Flüssigkeit zu gewährleisten.

Im Kampf gegen Eis und Schnee auf der Wasseroberfläche von Pferdetränken sind bereits viele Ideen geboren – aber genauso viele wieder verworfen worden bzw. haben sich als wenig alltagstauglich erwiesen. Auch die Erfinderin der sechseckigen Flydebricks, die Dänin Joan Rask, stand noch bis 2014 regelmäßig vor der gleichen Problematik, wenn sie die Tiere auf ihrem Hof in Norddänemark auch im Winter mit Wasser versorgen wollte.

Kleines Produkt mit großer Wirkung

Mit ihrer cleveren Innovation hat sie ein altbekanntes Phänomen genutzt und optimiert: „Mein Großvater hat immer einen Holzscheit in die Tränke getan, damit die Tiere auch bei Frost etwas zu trinken haben. Ich habe mir gedacht, da muss es doch eine modernere Lösung geben“, erklärt die Islandpferdebesitzerin und Geschäftsführerin der Herstellerfirma Flydebrikken. Die Funktionsweise beruht auf einem rein mechanischen Prinzip ohne Einsatz von Wärme respektive Strom oder Zusatz von Chemikalien und ist denkbar einfach: Die auf der Wasseroberfläche schwimmenden Hexagone verhindern bei leichtem Frost den Wechsel des Aggregatzustands von Wasser in Eis, bei tieferen Temperaturen verzögern sie die Bildung einer stabilen Eis-Schicht – und die trinkenden Pferde halten die pfiffigen Plastikteile dabei regelmäßig in Bewegung. „Der Effekt der Bricks im Winter lässt sich mit dem von Schilf am Seeufer vergleichen“, bringt es Gwen Merle Jarchow-Mauritz, Diplom-Ingenieurin aus dem süddänischen Krusaa und Vertragshändlerin für Deutschland, Österreich und Schweiz, auf den Punkt. Die Eisflächen sind an diesen Stellen eines Teichs grundsätzlich fragiler und brechen daher leichter.

Frostfrei auch ohne Heizung – die Flydebricks sind nützlicher Helfer bei der winterlichen Wasserversorgung der Pferde (Foto: Hersteller).

Frostfrei auch ohne Heizung – die Flydebricks sind nützlicher Helfer bei der winterlichen Wasserversorgung der Pferde (Foto: Hersteller).

Für Kälteperioden bis – 12° Celsius haben sich die Kunststoffelemente mit der markanten Optik bereits bewährt – mehr gaben die seit 2014 vergangenen, dänischen Winter für einen Produkttest einfach nicht her.

Ein Flydebrick ist ca. 5 Zentimeter hoch und misst im Durchmesser etwa 18 Zentimeter. Pro Quadratmeter Wasseroberfläche werden 43 Stück benötigt. In der Wintersaison wird der optimale Effekt bei einer Abdeckung von 75 Prozent der Oberfläche erzielt. Die aus Polypropylen bestehenden Sechsecke gelten als lebensmitteltechnisch völlig unbedenklich. Die Größe der kleinen Helfer ist so gewählt, dass ein Verschlucken durch die Pferde ausgeschlossen werden kann. Spielende (Jung-)Pferde können sich zu Beginn durchaus eine Weile damit beschäftigen, die Neugier lässt aber üblicherweise schnell wieder nach. Die patentierten Flydebricks sind frostsicher und halten den mechanischen Belastungen durch Pferdemäuler oder Hufe weitestgehend problemlos stand. Auch gegenüber Wind bieten sie wenig Angriffsfläche.

Flydebrick-Einsatz im Sommer

Die schwimmenden Sechsecke mit der markanten Form haben auch noch einen "Sommerjob": Sie verringern die Algenbildung und reduzieren den Wasserverlust durch Verdunstung (Foto: Hersteller).

Die schwimmenden Sechsecke mit der markanten Form haben auch noch einen "Sommerjob": Sie verringern die Algenbildung und reduzieren den Wasserverlust durch Verdunstung (Foto: Hersteller).

Ursprünglich eine Lösung, um in warmen Jahreszeiten das Trinkwasser vor Verunreinigungen durch Algenbildung und vor Verdunstung zu schützen, wurden die Flydebricks in Dänemark entwickelt und patentiert.

Licht- bzw. UV-Strahlungen und Mineralien im Wasser fördern im Sommer das Algenwachstum – leider auch in Pferdetränken. Das Ergebnis sind grünlich-braune Anhaftungen an Beckenboden und –rand, die nur mit relativ hohem Aufwand und unter mühsamem Schrubben wieder zu entfernen sind. Im Rahmen ihres „Sommerjobs“ sollen die Flydebricks auch hier für Verzögerung sorgen – denn die schwimmende Abdeckung mit Licht- bzw. UV-abschirmender Wirkung verhindert bzw. beschränkt das Algenwachstum, so die Erklärung des Herstellers. Dadurch soll sich auch die Notwendigkeit zur Reinigung der Tränke erheblich verringern bzw. die Intervalle zwischen den Putzeinheiten erhöhen – von vormals wöchentlich auf alle 3 Wochen nach Ausbringung der Schwimmkörper. Die Farbe Schwarz ist dabei von Vorteil, denn sie trägt nicht unerheblich zur Abdunkelung bei – eine schlechte Voraussetzung für die Algenvermehrung. Mit dem Einsatz der Flydebricks reduziert sich auch die Wasserverdunstung drastisch – ein durchaus nützlicher Nebeneffekt, der Wasser, Geld und Zeit für das Auffüllen der Tränke spart.

Im Sommer sollte die Oberfläche zu 100 Prozent mit den schwarzen Sechsecken bedeckt sein – denn je weniger Licht, desto besser der Schutz vor Algen(neu)bildung. Sollten die Hexagone nach einiger Zeit der Anwendung einen Belag aufweisen, können sie durch Trocknen in der Sonne oder in der Spülmaschine wieder in einen ansehnlich-„appetitlichen“ Zustand versetzt werden.

www.flydebricks.de

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