DIY: Weidetorgriffe sicherer machen

15. Dezember 2016 | Von Redaktion | Kategorie: Do it yourself, Top Feature
Solche Weidetorgriffe sind in der Pferdehaltung nicht zu empfehlen. Schnell können sich Schweifhaare darin verfangen und das Pferd in Panik versetzen (Foto: Anke Klabunde).

Solche Weidetorgriffe sind in der Pferdehaltung nicht zu empfehlen. Schnell können sich Schweifhaare darin verfangen und das Pferd in Panik versetzen (Foto: Anke Klabunde).

Nicht nur, aber vor allem beim Einzäunen von Wiesen und Grünflächen sind Weidetorgriffe unentbehrlich. Ihre Hauptfunktion besteht darin, nach einer Elektrifizierung des Weidezauns selbigen ohne Stromschlag sicher passieren zu können.

Ob mit großen Ösen oder Haken, ob aus nichtrostendem Edelstahl oder verzinkt – so unterschiedlich das Material und die Einhängevorrichtung, allen ist eines gemeinsam: Sie sind mit einer mehr oder weniger stabilen Zugfeder ausgestattet, die das Öffnen und Schließen einer solchen Toranlage erleichtern soll. Bei den modernen Modellen sind diese fast immer innenliegend im Kunststoffgriff integriert. Produkte älterer Bauart weisen jedoch häufig eine verlängerte, frei liegende Spannfeder auf. Allerdings gibt es auch durchaus neue, zumeist eher preiswerte Weidetorgriffe mit diesem Ausstattungsfeature.

So sinnvoll eine solche Spiralfeder auf den ersten Blick auch scheint – sie soll das Handling am Weidetor komfortabler gestalten –, so wenig eignet sie sich zumindest in der Pferdehaltung. Denn in dieser Spirale können sich leicht Schweifhaare verfangen! Geraten die Tiere (dann) in Panik, kann dies fatale Konsequenzen haben: Im besten Fall werden nur ein paar Haare aus dem Schweif herausgerissen – je nach Menge durchaus ein schmerzhaftes Erlebnis für das Pferd. Im schlechtesten Fall können durch den ruckartigen Zug der oder die Weidetorgriffe aus ihrer Verankerung gezogen und katapultartig durch die Luft gewirbelt werden. Dieser Effekt kann die Panikstimmung noch zusätzlich verstärken und/oder sogar Verletzungen an den Vierbeinern verursachen.

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Das Gefährdungspotential Zugfeder lässt sich mit Hilfe eines Stücks Gartenschlauch entschärfen (Foto: Anke Klabunde).

Deshalb sollte bei der Installation eines Weidezaunes oder auch beim Nachrüsten bestehender Zaunanlagen darauf geachtet werden, nur Torgriffe mit einer im Innenraum des Kunststoffgriffes verschlossen verbauten Spiralfeder zu verwenden. Auf diese Weise können pflichtbewusste Pferdebesitzer und seriöse Stallbetreiber präventiv tätig sein und die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten einer solchen Katastrophe auf ein Minimum reduzieren.

Damit aber die Torgriffmodelle mit den frei zugänglichen, ungeschützten Zugfedern nicht ungenutzt herumliegen oder gar entsorgt werden, gibt es eine pfiffige Lösung für ein Upcycling mit einfachen (Rest-)Materialien: Hierfür werden Gartenschlauchreste mit dem erforderlichen Durchmesser auf die notwendige Länge zugeschnitten und über die Spirale geschoben. Dabei ist darauf zu achten, dass der Schlauch bis zum Anschlag in den Innenraum der Kunststoffröhre des Torgriffes geschoben und so die Metallfeder komplett abdeckt wird, so dass die Abdeckung nicht verrutschen kann.

Mit Hilfe dieser Konstruktion ergibt sich sogar ein weiterer Mehrwert: Denn in seiner „Außenwirkung“ isoliert das Schlauchstück, während es im Innenraum den Strom passieren lässt. Letzteres sollte aber dennoch – da auch Gartenschläuche unterschiedliche Qualitäten aufweisen – mit Hilfe eines Zaunprüfers kontrolliert werden, damit die gewünschte Zaunspannung auch tatsächlich eingehalten wird.

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