Vorbeugung und Therapie allergischer Reaktionen der Pferdehaut

16. Juli 2010 | Von Redaktion | Kategorie: Alternativmedizin, Featured

Als Allergie wird eine überschiessende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, die sich in typischen, oft mit entzündlichen Prozessen einhergehenden Symptomen äussert. Die Symptome einer Allergie können mild bis schwerwiegend und in einigen Fällen sogar akut lebensbedrohlich sein. Die Symptome können nur saisonal auftreten, etwa zur Zeit des entsprechenden Pollenflugs oder auch ganzjährig.

Allergien können an den unterschiedlichsten Körperarealen... (Foto: C. Nehls)

Allergien können an den unterschiedlichsten Körperarealen... (Foto: C. Nehls)

Allgemeines

Allergiker können an einer Krankheitsform leiden, aber auch an Mischformen. Je nach Reaktionstyp können allergische Symptome akut oder rezidivierend auftreten. Symptome an der Haut, wie die atopische Dermatitis, können einen langsamen, konstanten Verlauf nehmen, können aber auch plötzlich akut auftreten. Oftmals bleibt es nicht bei einem Allergen, wie z. B. eine Allergie gegen Gräserpollen, sondern es kommen weitere Allergene hinzu, beispielsweise gegen Milben, Insekten, verschiedene Futtermittel und verschiedene Bäume.

Unsere Pferde leiden immer öfter an Allergien der Haut. Diese Hautallergien bei Pferden haben verschiedene Symptome.

Symptome sind Juckreiz, Schorf und Schuppen bis hin zu blutigen, eitrigen und grossflächigen Wunden und Ekzemen. Symptome können jedoch auch Haarausfall, Mauke, Raspe, Pusteln oder Nesselfieber sein. Meist zeigt sich eine allergische Reaktion nur generalisiert an bestimmten Körperbereichen beispielsweise am Kopf oder an den Fesselbeugen. Es kommt jedoch auch vor, dass eine allergische Reaktion an mehreren, aber verschiedenen Körperregionen auftritt, wie beim Sommerekzem.

Spontane Allergien gehen oft mit hohem Fieber, starker Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens sowie Wasser- und Lymphe-Ansammlungen einher. Nicht selten kann bei Pferden das plötzliche Auftreten einer Allergie zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Häufig zu beobachten sind auch Veränderungen des Blutbildes, erhöhte Leber- oder Nierenwerte. Da 80 % der Immunzellen im Darm verankert sind, ist auch der gesamte Darmtrakt von der Allergie betroffen.

... und in den unterschiedlichsten Ausprägungen auftreten - hier am Bauch... (Foto: C. Nehls).

... und in den unterschiedlichsten Ausprägungen auftreten - hier am Bauch... (Foto: C. Nehls).

Ursachen einer Allergie

Die Ursachen einer Allergie können vielfältig sein. Bestandteile des Futters oder auch Medikamente stellen mögliche Ursachen dar. Auch Gräser, Pollen, Pflanzen und andere Umweltfaktoren, wie der Kontakt mit Farben und Lacken, können ursächlich sein.

Eine grosse Rolle spielen während der Weidesaison auch Insekten. Viele Pferde reagieren beispielsweise auf Bremsenstiche hoch allergisch mit dem sogenannten Nesselfieber. Eine Photosensibilität, welche sich bei Aufnahme/Kontakt phototoxischer Verbindungen entwickelt, ist die Folge. Beispielsweise enthalten viele Pflanzen solche Substanzen (Johanniskraut, Jakobskreuzkraut, Kreuzkraut). Eine Photosensibilisierung kann auch durch Kontakt mit den entsprechenden Pflanzen zustande kommen. Auch eine Kontaktallergie auf frische Brennesseln lässt sich häufig beobachten. Meist bleibt dem Pferdebesitzer im Verbogenem, auf welches Allergen das Pferd reagiert.

Vorbeugung allergischer Reaktionen

Eine effektive Vorbeugung besteht in einer naturgemässen Fütterung und pferdegerechten Haltung. Diese trainiert das Immunsystem, so, dass es seltener zu allergischen Überreaktionen kommt. Nicht ausschliesslich die Natürlichkeit der Futtermittel, sondern insbesondere auch ein optimaler Mineralstoff- und Spurenelementhaushalt sind effiziente, vorbeugende Massnahmen. Sowohl ein Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen, wie auch Vitaminen, als auch ein Überschuss sind kontraproduktiv. Auch die Verwertbarkeit spielt eine grosse Rolle: Natürliche Mineralstoffquellen werden vom Pferdedarm optimal verstoffwechselt, synthetische nicht. Ein Proteinüberschuss fördert allergische Reaktionen. Wichtige Vorbeugemassnahmen bestehen daher in einer Angemessenheit der Pferdefütterung, die für jedes Pferd unterschiedlich ist. Der Futterzustand gibt erste Hinweise darauf, wie viel Protein unser Pferd benötigt und verstoffwechseln kann. Allergien können ebenso durch harmlose Stoffe ausgelöst werden, insbesondere ist daher abzuwägen, welche Medikamente und lokalen Mittel eingesetzt werden. Weniger ist oft mehr und insbesondere ätherische Öle, Kräuter und Pflanzen sollten mit Bedacht eingesetzt werden. Ein „viel hilft viel Denken“ kann sowohl Allergien auslösen, als auch allergische Reaktionen fördern.

Therapie von Allergien

... oder in der Sattellage (Foto: C. Nehls).

... oder in der Sattellage (Foto: C. Nehls).

Die Anamnese (Krankengeschichte) gibt erste Hinweise auf in Frage kommende Allergene, denen dann in Form einer Testung nachgegangen werden kann. Eine Möglichkeit zur Austestung verschiedener Allergene ist eine Blutuntersuchung wie auch eine Haaranalyse oder eine Kombination beider Analysemöglichkeiten. Die Testung kann jedoch nur effektiv sein, wenn die Vorgeschichte erste Anhaltspunkte auf die gegebenenfalls vorhandenen Allergien gibt. Ein in meiner Praxis bewährtes, ganzheitliches Verfahren bei Allergien ist die Biofeld-Haaranalyse, ein Informationstest. Je detaillierter der Pferdebesitzer die Symptomatik, Fütterung und wesentlichen Faktoren der Lebensumstände des Pferdes schildert, desto genauer kann die Testung aller in Frage kommenden Allergene mittels Bioresonanzgerät erfolgen. Exakt auf das Ergebnis der Analyse abgestellt wird dann eine homöopathische, isopathische und/oder Phyto-Therapie der Ursache/n und eine auf die ermittelten Werte, Allergien sowie Unverträglichkeiten abgestimmte Futtermittelempfehlung. Dieses ursächliche und umfassende Therapieverfahren der Naturheilkunde hat sich insbesondere bei Allergien bestens bewährt. Ein Vorteil der homöopathischen und naturheilkundlichen Therapie durch einen Experten ist, dass keine schädlichen Nebenwirkungen auftreten und die Therapie dem Pferd keinen Schaden zufügen kann. Vor diesem Hintergrund ist eine naturheilkundliche Therapie für jedes betroffene Pferd eine Chance auf eine unschädliche Hilfe bei sämtlichen Allergieformen. Mir ist so auch kein Fall einer vom Tierheilkundezentrum durchgeführten naturheilkundlichen Therapie aufgrund der Haaranalyse bekannt, der erfolglos blieb.

Zur Autorin:

Claudia Nehls mit ihrem Tinker Gustav (Foto: Archiv Nehls).

Claudia Nehls mit ihrem Tinker Gustav (Foto: Archiv Nehls).

Claudia Nehls, Jahrgang 1966, ist Tierheilpraktikerin und betreibt ein eigenes Tierheilkundezentrum in Bad Driburg. Darüber hinaus produziert sie Futtermittel für den täglichen als auch für den therapeutischen Einsatz beim Pferd. Sie hat sich vor allem auf Pferde spezialisiert, betreut aber auch andere Haustierarten.

Homöopathie, Phytotherapie, Naturheilkunde, Haaranalyse – diese und weitere Behandlungsmethoden sind die Grundlage, auf der die Diagnose und die Therapie im Krankheitsfall ausgerichtet werden. Grundvoraussetzung für eine effiziente und nachhaltige Behandlung des Pfer-des ist jedoch aus ihrer Sicht eine problemorientierte Pferdefütterung. Bekannt ist Claudia Nehls auch für die erfolgreiche Therapie von Pferden, die bereits aufgegeben und austherapiert waren.

Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
Tierheilkundezentrum
Am Buchholz 3
33014 Bad Driburg
Tel.: 05648/963335
Mobil: 0173/51 57 633
Fax: 05648/963334
Internet: www.tierheilkundezentrum.de
E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de

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