Ein Pony für die Prinzessin

21. Dezember 2016 | Von Redaktion | Kategorie: Kolumne
Die einfachste Sache von Welt: Das Pony im Vorgarten (Foto: Heike/pixelio.de).

Die einfachste Sache von Welt: Das Pony im Vorgarten (Foto: Heike/pixelio.de).

Die kleine Prinzessin möchte ein Pony – ein echtes natürlich, zum Reiten. Jetzt. Zu Weihnachten. Und der Weihnachtsmann soll es ihr bringen. Die Diskussion darüber, dass der Weihnachtsmann kein Befehlsempfänger ist, habe ich bereits nach wenigen Sätzen abgebrochen. Die kleine Prinzessin will davon nichts hören. In allen Weihnachtsgeschichten für Kinder gehört das Pony zum Happy End. Somit sieht sich auch unsere dreijährige Tochter empirisch voll im Recht.

Es ist auch schon alles geplant: Das Pony wird im Garten wohnen. Ab und an darf es dann mit in das Kinderzimmer. Aber nur, wenn die kleine Prinzessin Lust zum Spielen hat. Die Frage, wie das Pony in das im ersten Stock gelegene Kinderzimmer kommt, wird pragmatisch geklärt: „Na, hochreiten. Ist doch logisch!“ Ja, klar. Ich vergaß: Die kleine Prinzessin ist ja eine ausgewiesene Ponyexpertin.

Das war nicht immer so. Erst kürzlich noch sah die Situation beim Ponyreiten auf dem Jahrmarkt ganz anders aus. Ich verkneife mir jedoch den Hinweis, dass unsere kleine Kompetenzträgerin nicht einmal beim hundegroßen Pony zum Streicheln, geschweige denn zum Reiten zu bewegen war. Denn die von Zittern, Tränen und panischem Geschrei begleitete Verweigerung hatte selbstredend nichts mit Angst zu tun! Nicht doch! Die kleine Prinzessin war nur schlichtweg schlecht vorbereitet: „Ich hatte keinen Reithelm dabei. Das geht ja nicht.“ So, so.

Aber nun ist das Thema wieder aktuell. Mich, als Elternteil, bringt es in eine prekäre Situation: Rationalen Argumenten ist die kleine Prinzessin nicht zugänglich. Der Hinweis, dass wir in einem Reihenhaus mit handtuchgrossem Vorgarten keinen Platz für einen lebenden Rasenmäher haben, scheidet bereits im Vorfeld aus.

Da hilft nur eine List: Ein frisierter Lagebericht. “Ich habe mit dem Weihnachtsmann noch mal über das Pony gesprochen”, sage ich. “Er verschenkt leider keine lebenden Tiere. Grundsätzlich nicht.” “Oh!”, sagt meine Tochter. “Schade.” Unfassbar, denke ich. Sie hat es akzeptiert! Gerade will ich tröstend einen Ersatzwunsch anbieten, da galoppiert ein Strahlen über das Gesicht der kleinen Prinzessin. “Dann wünsche ich mir das Pony eben zum Geburtstag.”

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