Mauke erfolgreich therapieren

13. März 2011 | Von Redaktion | Kategorie: Alternativmedizin

Immer wieder werden im Tierheilkundezentrum Pferde vorgestellt, die seit vielen Jahren an Mauke erkrankt sind. Die Mauke reagierte auf keine Therapien, ließ sich zwar kurz eindämmen, kam nach kurzer Zeit jedoch regelmäßig wieder und verschlimmerte sich im Laufe der Jahre immer weiter. Zurück bleibt dann oft narbiges Gewebe, manchmal entstehen auch tiefe, harte Hautfalten, unter denen sich immer wieder Sekret ansammelt. Das Gewebe ist in diesen Fällen bereits stark geschädigt.

Die naturheilkundliche und ganzheitliche Therapie hat sich bei Mauke als sehr vielversprechend erwiesen (Foto: Nehls).

Die naturheilkundliche und ganzheitliche Therapie hat sich bei Mauke als sehr vielversprechend erwiesen (Foto: Nehls).

Chronische und immer wiederkehrende Mauke kann verschiedene Ursachen haben: Beispielsweise ist oft eine allergische Reaktion auf verschiedene Faktoren, wie Futter-Allergene oder Kontakt-Allergene, ursächlich. In der Regel spielt auch die Fütterung zu hoher Proteinmengen eine ausschlaggebende Rolle, sowohl für die Entstehung als auch für den ausbleibenden – langfristigen – Therapieerfolg.

Essentiell ist vor diesem Hintergrund, die Ursache zu ermitteln. Häufig werden nur die Symptome einer Mauke bekämpft, ein Erfolg ist dann häufig nur temporär möglich. Keine lokale Therapie kann langfristig greifen, wenn die Ursachen der Mauke nicht ermittelt und abgestellt werden können. Der Pferdehalter ist oft verzweifelt, da keine lokale Therapie zu greifen scheint. Doch kann diese auch nicht wirken, sofern der Allergenkontakt nicht unterbunden wird.

Das Tierheilkundezentrum geht in diesen Fällen wie folgt vor:
Zur Ursachenergründung ist es erforderlich, eine Haaranalyse durchzuführen. Der Pferdehalter sendet eine kleine Menge Mähnenhaare – gleich von der Haut abgeschnitten – und einen Krankheitsbericht an das Tierheilkundezentrum. Nach Auswertung der Haaranalyse wird eine individuell zu ermittelnde, homöopathische Therapie sowie eine Futtermittelempfehlung ausgearbeitet. Zusätzlich erfolgt eine lokale Therapieempfehlung mit genauer Schilderung der Pflegemaßnahmen sowie in einigen Fällen auch eine Empfehlung für die Änderung der Haltungsbedingungen. Die Empfehlungen sind auf das jeweilige Pferd abgestimmt und lassen sich nicht verallgemeinern, da die Therapie Ursachen-bezogen stattfindet.

Nach dieser Therapiezeit wird eine Kontrollanalyse durchgeführt und das weitere Vorgehen ausgearbeitet.
Diese Methode ist auch bei hartnäckiger Mauke sehr erfolgreich, sofern der Pferdehalter auch die nötige Geduld mitbringt und die Therapieempfehlungen konsequent umsetzt, wie das heutige Beispiel aus dem Tierheilkundezentrum aufzeigt:

Erfahrungsbericht zur Mauke-Behandlung – Juli 2007 bis Februar 2011 von Michaela Weiner und Delayn

Im Juni/Juli 2007 zeigten sich bei meiner damals dreijährigen Warmblutstute Delayn erstmals kleine, verkrustete Stellen an einer Fessel der Hinterbeine. Beide Hinterbeine sind bis kurz über dem Fesselgelenk weiß. Ich ging daher sehr frühzeitig von einer Mauke-Erkrankung aus. Da ich bisher keine Erfahrungen mit dieser Krankheit hatte, habe ich die bekannten Hausmittelchen angewendet und auf Besserung gehofft. Da die Hausmittelchen keine Besserung zeigten, habe ich nach ca. zwei Wochen meinen Tierarzt zu Rate gezogen. Der Tierarzt gab mir eine Cortison-Salbe zur lokalen Anwendung, und nach zwei bis drei Wochen war die Mauke weg. Und für mich damit die Mauke-Erfahrung abgehakt.

Anfang Juni 2008 holte ich Delayn mit drei! dicken Beinen von der Weide. Es ging ihr richtig schlecht. Ich habe sofort den Tierarzt angerufen und Fieber gemessen: über 39 Celsius. Das Blutbild bestätigte, dass es sich um eine Infektion handelte. Die Ursache war nicht zu klären. Die Behandlung mit Antibiotika schlug fast sofort an, es ging ihr am Abend schon wieder viel besser. Die dicken Beine waren nach einer Woche auch wieder weg. Aber an einem Hinterbein, in der Fesselbeuge, bildeten sich Hautverkrustungen. Da war sie wieder, die Mauke. Also die Cortison-Salbe raus und fleißig behandelt. Die Mauke war resistenter als beim letzten Mal und breitete sich auf die komplette Fesselbeuge aus. Und auch am anderen Hinterbein zeigte sich die Mauke, wenn auch nur in geringer Ausbreitung. Die Behandlung zog sich inzwischen über mehrere Wochen hin. Ich bekam die ersten Zweifel, ob die Behandlung mit einer Cortison-Salbe über so lange Zeit das Richtige ist, und fing an, im Internet nach Alternativen zu suchen. Ich will hier nicht aufführen, welche Mittel ich bestellt und ausprobiert habe. Es waren sehr viele, sie haben viel Geld gekostet, jedes Mal Hoffnung auf Besserung erweckt, aber geholfen hat nichts.

So sieht eine gut verheilte Mauke aus (Foto: Nehls).

So sieht eine gut verheilte Mauke aus (Foto: Nehls).

Also habe ich wieder den Tierarzt gerufen und doch die Behandlung mit der Cortison-Salbe vorgenommen. Es war die einzige Salbe, die half. Es dauerte weitere Wochen, aber die Mauke war weg. Alles in allem hat dies sicherlich 12 Wochen gedauert. Auf den „abgeheilten“ Hautflächen bildete sich übermäßiger Fellwuchs. Aber da Delayn keinerlei Probleme hatte, erschien mir diese Situation akzeptabel.

Im Juni 2009 kam Delayn mit einem dicken Hinterbein von der Weide. Es sah nach Einschuss aus. Der Tierarzt kam, behandelte wie üblich mit Antibiotika, Angussverband, usw. Das Blutbild war nicht aussagekräftig, alle Werte in Ordnung. Am nächsten Tag waren wieder drei Beine dick, und zwar die gleichen, wie im vorherigen Jahr. Spätestens jetzt war mir klar, dass es einen Zusammenhang geben muss. Und leider wurde meine Annahme bestätigt, denn nach wenigen Tagen trat auch die Mauke wieder auf. Und hier endete dann meine Geduld mit der Mauke.

Ich war inzwischen überzeugt, dass die Mauke eine Ursache haben musste: Sschlechte Haltungsbedingungen, matschige Koppeln, etc. schieden jedoch aus. Ich recherchierte erneut im Internet nach Behandlungsmethoden. Dabei stieß ich dann auf das Tierheilkundezentrum. Die Beschreibung der Haaranalyse sprach mich sofort an, da diese ganzheitliche Betrachtung eines Krankheitsbildes genau meinem Bauchgefühl entsprach. Für mich war klar, dass machst Du jetzt. Am selben Abend schrieb ich Claudia Nehls eine lange E-Mail, schilderte ihr Delayns Mauke-Problem, meine vielen Behandlungsbemühungen und meine Hoffnung, dass die Haaranalyse das wirkliche Problem zu Tage fördern würde.

Claudia Nehls antwortete mir fast umgehend, teilte mir ihre erste Einschätzung mit und bestätigte, dass eine Haaranalyse auch bei Mauke sinnvoll ist.

Also, gesagt, getan. Zugeben, es kostet einige Zeit und Mühe, den Fragebogen auszufüllen. Aber ich kann an dieser Stelle schon sagen, es lohnt sich. Nach einer Woche war das Ergebnis da, und die „Puzzle-Teilchen“ in meinem Kopf fügten sich zu einem ganzheitlichen Bild. Delayn hat eine Allergie gegen synthetische Futtermittelzusätze und in Kombination mit einem Eiweißüberschuss reagiert diese Allergie mit Mauke. Das war die Erklärung, weshalb jedes Jahr im Juni die Mauke wieder auftrat - fast regelmäßig und unmittelbar vier Wochen nach dem Anweiden. Da die Ergebnisse für mich absolut schlüssig erschienen, war ich natürlich überzeugt und motiviert, die vorgeschlagene Futterumstellung und Therapie durchzuführen. Voller Erwartung habe ich angefangen, den Therapieplan zu studieren und war erst einmal ernüchtert.

So viele Mittelchen, so viele Futterzusätze, so viele … Wie soll ich dass denn hinbekommen? Ich habe erst einmal alle Mittel bei Claudia Nehls und in der Apotheke bestellt und eine Nacht über die Varianten und Möglichkeiten der Verabreichung „geschlafen“.

Die Verabreichung der empfohlenen Mittel gestaltete sich schwierig, da meine Stute eine orale Gabe strikt ablehnte. Also versuchte ich verschiedene Alternativen aus: Nach zwei Wochen, zugegeben ein langer Zeitraum, hatte ich die richtige „Mischung“ für uns beide gefunden. Die Globulis gibt es in Apfelstücken, die Zusatzmittel in kleineren Futterrationen zwischendurch, die flüssigen Mittel auf Kanne-Leckerlies, und immer schön über den Abend verteilt.

Die Futterumstellung verlief relativ problemlos. Die Luzerne ist nicht gerade die Lieblingsspeise von Delayn, aber nach vier Wochen hatte er sich daran gewöhnt.

Einzig die Behandlung mit dem Produkt „Mauke-Weg“ war kein Problem. Darüber war Delyn geradezu glücklich, denn: Füße waschen ist nicht ihr Ding, und das war ja ab sofort „verboten“.

Ich war sehr zufrieden und dachte, es kann nur besser werden. Aber, nach vier Wochen war keine Besserung zu sehen, es war aber auch nichts schlechter geworden. Da ich Claudia Nehls alle zwei Wochen über den Stand der Dinge informierte, schrieb ich auch über meine nun wieder wachsenden Zweifel. Grundsätzlich war ich noch immer überzeugt, dass Richtige zu tun. Aber nach den vielen schlechten Erfahrungen der zurückliegenden Behandlungen, war meine Erwartungshaltung doch sehr groß - und damit auch die Enttäuschung. Claudia Nehls nahm meine Zweifel sehr ernst und ermutigte mich immer wieder, da die Mauke sehr therapieresistent ist. Außerdem trug sicher die Entgiftung des Körpers dazu bei, dass die Mauke nicht so schnell verschwindet: Die Giftstoffe werden „über die Mauke“ ausgeschieden. Nach sechs Wochen zeigte sich tatsächlich eine Verbesserung. Die Krusten trockneten aus, bildeten kleine Kügelchen, und diese fielen bei leichtester Berührung ab. Darunter zeigte sich verheilte Haut. Jetzt war ich sicher, der Aufwand hat sich für Delayn gelohnt. Von da an ging es ständig „bergauf“. Es sind täglich kleine Schritte, es erfordert viel Geduld und sorgsame, tägliche Behandlung. Die linke Fesselbeuge war nach acht Wochen fast komplett abgeheilt und die rechte Fesselbeuge schon zur Hälfte von den Krusten befreit.

Die Kontrollanalyse der Haarprobe zeigte nach neun Wochen erhebliche Verbesserungen. Die schlechten Werte waren alle wieder im Mittelmaß, es war rundum sehr erfreulich. Wir machen jetzt eine leicht veränderte Therapie zur Erhaltung und Unterstützung. Die Futterumstellung muss auf Dauer beibehalten werden, aber das ist kein Problem. Die Mineralisierung erfolgt über die Kräuter-Mischungen von Claudia Nehls, unterstützend gibt es jetzt dauerhaft „Horsewellness-Fit“ und auch auf das „Mauke-Weg“ möchte ich nicht mehr verzichten. Die vorher schon veränderten Hautpartien sehen wieder „wie neu“ aus.

Inzwischen zählt auch das „PAA-Puder“ zu unserem ständigen Begleiter. Wenn die Haut noch nicht dick verkrustet ist, wirkt dass PAA-Puder wunderbar - eine echte Alternative zu „Mauke-Weg“.

Damals war Delayn erst am Anfang des „Heilungsweges“. Ob die Mauke dauerhaft „geheilt“ ist, würde sich ja erst mit der Weidesaison 2010 zeigen. Der Grundstein war gelegt, Delayns Körper muss sich nicht mehr gegen die „synthetische Futtermittel-Allergie“ zur Wehr setzen, und der Mauke ist damit hoffentlich die Basis entzogen.

Die Weidesaison 2010 kam und hat mir gezeigt, dass alle Bemühungen nicht umsonst gewesen sind. Es gab keine dicken Beine, keine neuen Maukestellen und auch sonst ging es Delayn sehr, sehr gut. Die matschige und feuchte Jahreszeit ist nun auch kein Problem mehr. Ich pflege und schütze in dieser Zeit die Fesselbeugen mit dem PAA-Puder. Inzwischen steht die Weidesaison 2011 schon fast vor der Tür, und diesmal freue ich mich darauf …

Aus meiner Erfahrung heraus, kann ich nur jedem empfehlen, sich mit der von Claudia Nehls erarbeiteten Therapieform auseinander zu setzen. Uns hat sie restlos überzeugt. Delayn und ich werden zukünftig nicht mehr auf die Unterstützung von Claudia Nehls verzichten und uns immer wieder vertrauensvoll an sie wenden, auch wenn es nichts mit einer Mauke zu tun hat.

Der Kontakt zu Michaela Weiner kann über die Redaktion vermittelt werden.

Claudia Nehls mit ihrem Tinker Gustav (Foto: Archiv Nehls).

Claudia Nehls mit ihrem Tinker Gustav (Foto: Archiv Nehls).

Zur Autorin:

Claudia Nehls, Jahrgang 1966, ist Tierheilpraktikerin und betreibt ein eigenes Tierheilkundezentrum in Bad Driburg. Darüber hinaus produziert sie Futtermittel für den täglichen als auch für den therapeutischen Einsatz beim Pferd. Sie hat sich vor allem auf Pferde spezialisiert, betreut aber auch andere Haustierarten.

Homöopathie, Phytotherapie, Naturheilkunde, Haaranalyse – diese und weitere Behandlungsmethoden sind die Grundlage, auf der die Diagnose und die Therapie im Krankheitsfall ausgerichtet werden. Grundvoraussetzung für eine effiziente und nachhaltige Behandlung des Pfer-des ist jedoch aus ihrer Sicht eine problemorientierte Pferdefütterung. Bekannt ist Claudia Nehls auch für die erfolgreiche Therapie von Pferden, die bereits aufgegeben und austherapiert waren.

Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
Tierheilkundezentrum
Am Buchholz 3
33014 Bad Driburg
Tel.: 05648/963335
Mobil: 0173/51 57 633
Fax: 05648/963334
Internet: www.tierheilkundezentrum.de
E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de

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