Auf gute Heuqualität achten

8. Juni 2011 | Von Redaktion | Kategorie: Fütterung

[Bonn (GER), 08-06-2011/F. Heidenhof (aid)]. Vielerorts ist der erste Grasschnitt bereits zu Heu gepresst. Worauf kommt es gerade für die Pferdefütterung bei der Auswahl des Heus an? Aufgrund der speziellen Anforderungen des Verdauungsapparates des Pferdes sollte darauf geachtet werden, dass eine ausreichende Versorgung mit gutem, blattreichem Heu sichergestellt wird.

Die Produktion von gutem Heu hängt von verschiedenen Einflussfaktoren ab: Je früher beispielsweise geerntet wird, desto eiweissreicher und rohfaserärmer ist das Heu (Foto: E. Westendarp/pixelio.de).

Die Produktion von gutem Heu hängt von verschiedenen Einflussfaktoren ab: Je früher beispielsweise geerntet wird, desto eiweissreicher und rohfaserärmer ist das Heu (Foto: E. Westendarp/pixelio.de).

Heu ist für Pferde das wichtigste Futtermittel. Es kann ansonsten schnell zu Erkrankungen oder Leistungseinbußen kommen. Auch Rückenprobleme bei Sportpferden sind oftmals die Folge von Störungen im Darm. Gutes Heu ist nicht ganz billig, doch die Investition lohnt sich meist für die Pferdebesitzer, denn mögliche Tierarztkosten schlagen ebenso zu Buche. Hochwertiges Heu ist vor allem auch staubarm, was wiederum mit den Witterungsbedingungen bei der Ernte zusammenhängt. Bei zu nassen Bedingungen kann es zu Schimmelbefall nach der Ernte kommen.

Auch der Erntetermin spielt eine Rolle: Je früher geerntet wird, desto eiweißreicher und rohfaserärmer ist das Heu und umgekehrt. Der optimale Erntezeitpunkt ist außerdem von der Düngung abhängig. Sie beeinflusst die Wuchshöhe des Grases und damit auch den Rohfasergehalt. Früher wurde für die Fütterung von Arbeitstieren stets nach der Blüte gemäht. Für Sportpferde heutzutage ist zu bedenken, dass spätes Heu zwar sehr eiweißarm, aber eben auch energiearm und die Rohfaser im Dickdarm schlechter verdaulich ist. Auch die Wasserbindung im Darm ist eingeschränkt und es kann zu Kotwasser kommen. Ungedüngte Flächen bringen auch noch nach der Blüte weiches, blattreiches Heu hervor. Deshalb: je mehr gedüngt wurde, desto früher die Ernte.

Pferdehalter können die Heuqualität leicht testen. Wenn Heu in der Handfläche beim Zusammendrücken bereits in der Handfläche unangenehm stichelt, ist es für Pferde nicht ideal geeignet. Gutes Heu hat eine grüne Farbe und ist blatt- und kräuterreich und duftet typisch nach Heu. Pensionspferdehalter sollten die Heuqualität im Auge behalten, aber auch berücksichtigen, dass es Stallbetreibern witterungsbedingt nicht immer möglich ist, optimales Heu zu ernten oder zu beziehen. Lediglich offensichtlich schimmeliges, feuchtes oder muffiges Heu muss sofort aus der Pferdebox entfernt werden.

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