CIC3* Luhmühlen: Triumph für Andreas Dibowski in Luhmühlen

19. Juni 2011 | Von Redaktion | Kategorie: Top Feature, Turniere, Vielseitigkeit

[Luhmühlen (GER), 19-06-2011/C. Plass]. Mit einem lange erhofften Triumph für Lokalmatador Andreas Dibowski endete am Sonntag das von E.ON präsentierte CCI****, Wertungsprüfung zur HSBC FEI Classics Serie, in Luhmühlen.

Endlich siegreich in Luhmühlen: Andreas Dibowski (GER) mit Butts Leon (Foto: P. Nixon/FEI).

Endlich siegreich in Luhmühlen: Andreas Dibowski (GER) mit Butts Leon (Foto: P. Nixon/FEI).

Der 45-jährige Mannschafts-Olympiasieger von 2008 schob sich durch einen fehlerfreien Ritt mit seinem 14-jährigen braunen Wallach Euroridings Butts Leon (39,8 Punkte) von Platz drei nach dem Gelände ganz nach vorn an die Spitze. Er profitierte von Springfehlern der bis dahin führenden Britin Piggy French, die nach zwei Abwürfen mit Flying Machine (46,4) noch auf Rang vier zurückfiel. Zweite wurde Sandra Auffahrt mit ihrem erst neunjährigen Fuchswallach Opgun Luovo (43,0), mit dem sie einen Abwurf hatte. Noch auf Platz drei schob sich mit Frank Ostholt, ein weiterer deutscher Mannschafts-Olympiasieger, der sich mit Little Paint (46,1) ebenfalls einen Abwurf leistete.

Für Andreas Dibowski, der im letzten Jahr mit FRH Fantasia im französischen Pau sein erstes Vier-Sterne-Turnier gewonnen hatte, war es der zweite Sieg bei einem Turnier auf dem welthöchsten Level im Vielseitigkeitssport. In Luhmühlen, wo Dibowski für den Pferdezucht- und Reitverein startet und in direkter Nachbarschaft in Döhle lebt, hatte der Familienvater allerdings noch nie gewinnen können. Oft schon hatte er den Sieg mit viel Pech verfehlt. Und nun hat es erstmals geklappt. Von Rang fünf nach der Dressur und Platz drei nach Gelände kämpfte er sich bis an die Spitze und wurde von den zahlreichen Fans am neuen Turnierplatz gebührend gefeiert.

„22 Jahre starte ich inzwischen in Luhmühlen. Das war ein langer Weg, bis zu diesem ersten Sieg. Im Moment genieße ich das einfach nur!“ Dibowski rückte in der Gesamtwertung der HSBC FEI Classics Serie gleichauf mit dem Neuseeländer Mark Todd auf Platz drei vor, hinter die beiden Britinnen Piggy French und Mary King, die weiter führt.

Ebenso groß wie beim Lokalmatadoren war der Jubel um die 25-jährige Sandra Auffarth, die mit Opgun Louvo 2010 überhaupt erst ihre erste Drei-Sterne-Prüfung bestritt und nun bei ihrem gemeinsamen Vier-Sterne-Debüt auf Platz zwei ein Weltklasse-Ergebnis vorweisen konnte. „Ich habe im Winter mal zaghaft von Vier-Sternen geträumt und die Trainer gefragt. Dass es nun gleich so gut klappt, und ich jetzt sogar die EM reiten darf, ist sensationell schön.“

Eine Familienfeier komplettierte Frank Ostholt mit seinem Platz drei, nachdem sein Bruder Andreas nur zwei Stunden zuvor erstmals in seiner Karriere in der CIC*** Milford Trophy in Luhmühlen den Deutschen Meistertitel gewonnen hatte. Auch er hatte zu Jahresbeginn nach einer Verletzung seines Erfolgspferdes Mr. Medicott noch alles andere als von der EM geträumt. Er musste sich mit Little Paint nach dessen zweijähriger Pause (Zyste im Oberschenkelknochen) überhaupt erst die Qualifikation für Luhmühlen erreiten – und nutzte das Turnier nun sogar als vorläufige Fahrkarte für die Europameisterschaft. Hinter Piggy French auf Platz vier und dem fünftplatzierten Australier Clayton Fredericks auf Dunges Laurent Rose komplettierte Dirk Schrade mit Hop and Skip auf Platz sechs das hervorragende Gesamtergebnis aus deutscher Sicht. Entsprechend zufrieden war auch Bundestrainer Hans Melzer mit dem Gesamt-Abschneiden der deutschen Reiter. „Wir hatten hervorragende Bedingungen, um zu testen. Die Generalprobe für die Europameisterschaft im August ist gelungen. Chris Bartle und ich haben jetzt eine Longlist mit zwölf Platzierten gemacht, die – aus heutiger Sicht gesehen – in Luhmühlen bei der EM starten sollten. Dazu vier Reservepaare, die Gewehr bei Fuß stehen, sollte bei den Prüfungen in den nächsten Wochen noch etwas passieren.“

Knapp 25.000 Zuschauer in Luhmühlen

Veranstalterin Julia Otto, Geschäftsführerin der Turniergesellschaft Luhmühlen zog ebenfalls ein sehr positives Fazit der Internationalen Vielseitigkeit 2011: „Insgesamt waren knapp 25.000 Zuschauer an den vier Tagen auf der Anlage. Am Samstag waren es mehr als im Vorjahr. Bewährt hat sich – das war auch das Statement der Aktiven – der neue Boden im Stadion, der trotz des Dauerregens am Sonntag ideale Bedingungen für den Sport geboten hat. Wir freuen uns nun auch die Europameisterschaft in etwas mehr als zwei Monaten!“

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