CHIO Aachen: Deutsche Vielseitigkeitsreiter vor Geländefinale auf Platz drei

16. Juli 2011 | Von Redaktion | Kategorie: Turniere, Vielseitigkeit

[Aachen (GER), 15-07-2011/U. Helkenberg (fn-press)]. Beim CHIO Aachen rutschte die deutsche Vielseitigkeitsmannschaft im Springen vom zweiten auf den dritten Platz. Mit einem Zwischenstand von 139,4 Minuspunkten musste das Quartett von Bundestrainer Hans Melzer (Putensen) nicht nur den Briten (133,1 Minuspunkte), sondern auch den Neuseeländern (138,5) den Vortritt lassen. In der Einzelwertung konnte dagegen Michael Jung (Horb) mit La Biosthetique Sam seinen Vorsprung weiter ausbauen. Dank einer Nullrunde blieb es für das Weltmeisterpaar bei 32,3 Minuspunkten. Die endgültige Entscheidung fällt morgen beim Geländeritt.

Von den vier deutschen Teamreitern blieb nur Andreas Dibowski (Döhle) mit FRH Fantasia im Springen fehlerfrei und kletterte damit im Zwischenstand auf Platz sieben (43,1). Ein Abwurf ging auf das Konto von Michael Jung mit seinem Mannschaftspferd Leopin (48,0/Platz 15). Der Deutsche Meister Andreas Ostholt (Warendorf) mit Franco Jeas (Platz 19/49,8) und Kai Rüder (Blieschendorf) mit Leprince des Bois (Platz 17/48,3) mussten je zwei Abwürfe plus Zeitfehler in Kauf nehmen. Dennoch war der Bundestrainer nicht unzufrieden: „Die Reiter haben in der Dressur die Erwartungen erfüllt, die man in sie gesetzt hat. Und was das Springen betrifft: Das Stadion ist schon etwas ganz Besonderes. Der ein oder andere hat einen Flüchtigkeitsfehler gemacht, das betraf auch unsere Mannschaftsreiter. Wir müssen einfach mal schauen. Die Engländer sind nicht weit weg, uns trennen nur ein paar Zeitfehler. Und es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass hier beim Geländeritt nur ein oder zwei Pferde in der Zeit bleiben, so dass das sicher ein spannendes Finale gibt.“

In der Einzelwertung konnte sich Michael Jung weiter an der Spitze behaupten. „Es ist natürlich schon anders hier zu reiten. Auf so einem großen Platz kommen die Pferde anders ins Galoppieren, man darf sich nicht verleiten lassen, zu schnell am anderen Ende des Platzes kommen zu wollen“, beschrieb Jung die Tücken des Stadions und lobte sein WM-Pferd Sam, mit dem erstmals in der Soers am Start ist. „Sam ist einfach in einer Ausnahmeform. Schon die Dressur war phantastisch und das Springen vom Allerfeinsten. Sam fühlte sich fit an und pudelwohl. Jetzt hoffe ich, dass er mir im Gelände so ein Gefühl gibt.“

Weniger gut lief es für Mannschaftsolympiasiegerin Ingrid Klimke (Münster) und FRH Butts Abraxxas. Das Paar lag nach Dressur noch auf Platz zwei, kassierte aber zwei Fehler im Springen. Damit musste es sich mit 42,2 Minuspunkten auf Platz fünf einordnen. An ihrer Stelle rückte der Italiener Stefano Brecciaroli mit Apollo van de Wendi Kurt Hoeve (39,8) auf Platz zwei vor, gefolgt von der Australierin Lucinda Fredericks mit Flying Finish (41,0) und Vizeweltmeister William Fox-Pitt (Großbritannien) mit Neuf des Coeurs (42,1).

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