Herbstzeit ist Maukezeit

20. Oktober 2017 | Von Redaktion | Kategorie: Featured, Gesundheit
Mauke sollte frühzeitig behandelt werden, um einen chronischen Verlauf zu vermeiden (Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de).

Nässe und Feuchtigkeit auf verschlammten Böden reizen die sensible Haut in der Fesselbeuge und fördern damit das Auftreten von Mauke (Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de).

[Bonn (GER)/A. Klabunde (aid)]. Gerade in der Herbstzeit ist das Thema Mauke häufig aktuell. Tritt die Krankheite in dieser Jahreszeit auf, ist die Suche nach der Ursache meist von kurzer Dauer. Denn in Matschpaddocks und auf schlammigen Koppeln lauern Bakterien, die das Ekzem in der Fesselbeuge auslösen. Schlammpartikel reiben auf der feuchten, aufgeweichten Haut, so dass winzige Risse entstehen. Hier finden Bakterien ideale Wachstumsbedingungen.

Schwieriger wird die Ursachenanalyse, wenn Mauke ganzjährig auftritt. Dann können auch Stress, falsche Fütterung, pieksendes Stroh, ständiges Abspritzen der Beine mit Wasser, quarzhaltiger Reitplatzboden, Streusalz, Pilze, Milben oder andere Parasiten als Auslöser in Frage kommen.

Ähnlich wie beim Sonnenbrand sind weiß gefesselte Beine häufiger und stärker betroffen als dunkle. Besonders anfällig sind Pferde mit langem Fesselbehang, wie beispielsweise Friesen, Tinker oder Kaltblüter. Obwohl der Behang die dünne Haut an der Fessel vor Regen und Witterungseinflüssen schützt, wirkt er im Fall starker Verunreinigung oder Nässe wie ein Treibhaus für die Bakterien und bietet diesen ein angenehm warmes Klima mit idealen Lebensbedingungen. Das Abschneiden des Fesselbehangs wird von Tierärzten allerdings nicht empfohlen, da das zu mechanischen Reizungen der sensiblen Haut in der Fesselbeuge führt.

Bei empfindlichen Pferden ist eine regelmäßige Kontrolle der Fesselbeuge unumgänglich. Die beste Prophylaxe für Mauke ist die tägliche Säuberung des Pferdes. Haben sich erste Krusten gebildet, ist eine Rasur der verklebten Haare meist unumgänglich. Da der durch Mauke verursachte Schorf nicht der Heilung dient, muss dieser mit Hilfe desinfizierender Medikamente aufgeweicht und vorsichtig abgelöst werden. Sind alle Krusten entfernt, sollte die weitere Behandlung der betroffenen Stellen mit einer Zink-Lebertran- oder Ringelblumensalbe erfolgen. In besonders hartnäckigen Fällen ist die Anbringung eines Verbandes empfehlenswert, der in kurzen Zeitabständen erneuert werden sollte.

Beim Abtrocknen der Hautpartien gilt es zu bedenken, dass die häufige Reibung mit einem Tuch wieder Reizungen und Irritationen der Haut verursachen und dann erneut zu einer Entzündung in der Fesselbeuge führen kann. Der Ursachenbekämpfung gilt also die höchste Priorität, um Leid und Schmerz beim Pferd zu verhindern und Tierarztkosten zu sparen.

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