Der leistungsbegrenzende Faktor beim Reitsport ist selten das Pferd…

1. Juni 2017 | Von Redaktion | Kategorie: Kolumne

[Anke Klabunde]. Das werden Sie sicherlich auch schon erlebt haben: Der Boxennachbar kauft sich ein ar***teures Pferd, nur das beste, selbstverständlich. Und nur von einer renommierten Auktion. Kurioserweise ist ja – entgegen landläufiger Tendenzen – der „Fabrikverkauf“ (also direkt vom Züchter) in der Reiterszene eher weniger verbreitet. Jedenfalls steht er also da, im Lack glänzend, rundum eingepackt mit Stalldecke und –bandagen. Weil er ja so wertvoll ist. Sicher ist sicher.

Der leistungsbegrenzende Faktor beim Reitsport ist selten das Pferd... (Foto: Tutto62/pixelio.de).

Der leistungsbegrenzende Faktor beim Reitsport ist selten das Pferd... (Foto: Tutto62/pixelio.de).

Ach ja, die Abstammung. Die hätte ich beinahe vergessen. Die liest sich natürlich wie das „Who’s who“ der aktuellen Pferdezucht.

Ausbildungsniveau des neuen Luxuspferdes: M. Als Dreijähriger. Das nenn‘ ich Leistung! Komisch nur, dass er sich nicht wie ein Dreijähriger benimmt. In der Box steht er eher apathisch – dann heisst’s: Der ruht sich aus. Ist ja ein Leistungsträger. Der muss schaffen und dann eben auch regenerieren. Ist nicht so wie bei Euch Freizeitreitern! Aha.

In der Halle dann das genaue Gegenteil: In jeder Ecke lauert ein Pferdemonster. Der Gaul springt durch die Gegend, obwohl er doch als Dressurkracher gekauft worden ist. War das Pferd beim Probereiten etwa ruhig gestellt worden? Oder einfach schon müde geritten? An der reiterlichen Leistung kann es ja nicht liegen – die ist ohne Fehl und Tadel. Immerhin reitet „man“ ja schon seit 20 Jahren. Das Argument, man könne auch seit 20 Jahre Auto fahren, ohne ... – das zählt hier natürlich selbstverständlich ebenfalls nicht. Aber wenn’s der Händler respektive der Auktionator nicht war, dann kann es eigentlich nur der Gaul sein. Genau, der ist schuld. Dem müssen mal die Leviten gelesen werden. Am besten mit Hilfe eines Profis. Der kann das schlichtweg schneller und „man“ muss sich selbst nicht damit abquälen – die Zeit hat „man“ ja nun wirklich nicht. Zeit ist eh‘ Geld. Und das muss der Gaul jetzt erst einmal wieder reinholen - durch entsprechende Turniersiege – und zwar schnell!

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2 Kommentare
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  1. Diese “leicht überspitzte” Botschaft in der Kolumne ist es absolut wert, weitergetragen zu werden!
    Steter Tropfen höhlt den Stein…….

  2. Besten Dank für das Lob und die Weiterempfehlung an Dritte! :o )

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