Eine Welt voller Magie und Mythen

15. August 2012 | Von Redaktion | Kategorie: Featured, Leseproben

kosmos_der-schwurDie Trilogie Im Bann des Nebels bietet jungen Fantasy-Fans eine Mischung aus Fantasy und Realität, aus Freundschaft und Abenteuer. Die Bücher erzählen die Geschichte von Sonja, einem Mädchen, dass ins Land Parva im Nebelmeer reist, um dort an der Seite eines Einhorns den Untergang des Reiches zu verhindern. Die packende Geschichte entführt vor allem junge Mädchen in eine Welt voller Magie und Mythen.

Nachfolgend eine Leseprobe über die Seiten fünf bis sechs aus dem o.g. Buch, welche uns der Kosmos Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

[...]

Es war ganz still im Wald. Blätter ielen, der Wind raschelte in den Zweigen und im Laub, und hier und da rief noch ein Vogel, aber diese kleinen Geräusche vertieften nur Sonjas Gefühl, ganz allein zu sein. Sie hatte zuerst von ihrem Taschengeld ein paar Möhren gekauft und war dann auf einem anderen Weg direkt zum Waldhof gefahren, obwohl die Leere dort ihr unheimlich war und sie an Micky und Bjarni erinnerte. Sie wollte nicht glauben, dass die beiden wirklich beim Schlachter gelandet waren. Fast hätte sie Philipp heute Morgen gefragt, wo sie so etwas erfahren konnte. Aber dann war ihr klar geworden, dass sie es eigentlich gar nicht wissen wollte. Vielleicht hatte Frickel die beiden ja nur verkauft, und sie kamen jetzt auf einen richtigen Ponyhof, mit anderen Pferden und besserem Gras. Solange sie nichts Genaues wusste, konnte sie immer noch träumen, auch wenn Micky für sie verloren war. Und das graue Pferd war verletzt. Sie hatte gesehen, wie es humpelte. Vielleicht hatte es sich einen Stein eingetreten. Sonja wusste, dass solche kleinen Verletzungen schlimme Folgen haben konnten, wenn man sie nicht schnell behandelte.

Sie stellte ihr Fahrrad auf dem Hof ab, holte Bjarnis altes Halfter aus dem leeren Stall und machte sich auf den Weg um das Haus herum zum Waldrand. Schon früher hatte sie das graue, windschiefe Haus nicht gemocht, und jetzt, da es leer stand, schien es ihr geradezu feindselig zu sein. Als ob es gar keine Menschen mehr in seiner Nähe haben wollte. Wie hatte Frickel hier nur allein leben können? Vor allem nachts gruselte man sich hier doch sicher zu Tode ...

Heute war das Gras nass von der Kälte. Graue Wolken hingen tief über dem Wald; die ganze Welt war grau und trostlos. Sonja war froh, dass sie ihre Reitstiefel angezogen hatte und deshalb problemlos durch Matsch und Pfützen stapfen konnte. Am Waldrand suchte sie nach Hufspuren. Das graue Pferd war sicher schon kilometerweit entfernt, aber irgendwo musste sie ja mit der Suche anfangen.

Schon nach ein paar Minuten fand sie den ersten Abdruck. Er war rund und ganz lach, nur der Strahl des Hufs hatte ein kleines V hinterlassen. Trug dieses Pferd keine Hufeisen? Oder – Sonjas Herz schlug plötzlich bis zum Hals. Oder war es vielleicht doch Micky oder Bjarni gewesen? Aber sie war sicher, dass sie das verletzte graue Pferd noch nie im Leben gesehen hatte. Und die seltsame Spiegelung auch nicht.

»Denk nach«, sagte sie sich schließlich streng. »Micky und Bjarni waren beide nicht beschlagen und sind hier überall herumgelaufen. Das ist vielleicht nur ein alter Abdruck.« Für einen Moment kam die Erinnerung hoch: Sie und Micky, wie sie gemütlich einen Waldweg entlangzockelten – die Feenkönigin und ihr Araberhengst im traumhaften Galopp ... Nein! Nicht daran denken! Sie presste die Lippen zusammen und konzentrierte sich verbissen wieder auf die Spuren. Aber sosehr sie auch suchte, sie fand keine Spur von beschlagenen Hufen. Entweder war das graue Pferd nie hier gewesen, oder es war eben nicht beschlagen.

[...]

Bibliographie:

Astrid Vollenbruch
Im Bann des Nebels
Der Schwur (1)
ab 11 Jahren
384 Seiten, laminierter Pappband
€/D 14,99 / €/A 15,50 / sFr 21,90
ISBN 978-3-440-13233-3

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