Stute “Shadow” fast verhungert

19. Juli 2010 | Von Redaktion | Kategorie: Tierschutz, Top Feature

[Wilfersdorf/Mistelbach, 19-07-2010/Redaktion) Buchstäblich in letzter Minute hat die österreichische Polizei am vergangenen Freitag die  verletzte und unterernährte Trakehnerstute "Shadow" gerettet.

Shadow war zum Zeitpunkt ihrer Beschlagnahmung nicht mehr in der Lage, aufrecht zu stehen (Foto: TH Dechanthof).

Shadow war zum Zeitpunkt ihrer Beschlagnahmung nicht mehr in der Lage, aufrecht zu stehen (Foto: TH Dechanthof).

Aufgrund einer Anzeige bei der Polizei wurde das verwahrloste, verletzte und bis auf die Rippen abgemagerte Tier alleine in einer Scheune gefunden und beschlagnahmt.

Shadow kann sich derzeit nur mühsam auf den Beinen halten (Foto: TH Dechanthof).

Shadow kann sich derzeit nur mühsam auf den Beinen halten (Foto: TH Dechanthof).

Trotz der geschätzten 150 kg Untergewicht gibt der behandelnde Tiermediziner dem Pferd eine Chance.  “Als wir Heu gebracht haben, hat sie angefangen, zu wiehern und wollte sich aufrappeln. Sie hat Lebenswillen bewiesen”, sagt Tierarzt Michael Mörkenstein. Ein Hufschmied hat inzwischen die Hufe gekürzt, die Wunden wurden versorgt. “Die Chancen stehen 50:50″, schätzt Mörkenstein.

Die Besitzer, eine Fanilie  aus der Gemeinde Staatz, Bezirk Mistelbach, war bereits vor einem Jahr durch die Gemeinde überprüft worden. Damals befanden sich noch vier Pferde im Besitz der Familie, deren Zustand “halbwegs in Ordnung” schien, so Bürgermeister Leopold Muck. Seit dieser Zeit dürfte sich aber niemand mehr um die Stute Shadow gekümmert haben, wenn man den Zustand der unbehandelten Hufe als Massstab nimmt.

Das Tierheim Dechanthof, in dessen Obhut sich das Pferd derzeit befindet, ist mit den Kosten für Tierarzt, Unterhalt und Pflege finanziell stark belastet. Spenden werden daher gerne entgegen genommen (Raiffeisenbank im Weinviertel – Hohenruppersdorf, Konto Nummer: 10850, Bankleitzahl: 32318).

Furchtbar: Bis zu 50 cm Länge wiesen die Hufe von Shadow auf, als man sie in der Scheune gefunden hat (Foto: TH Dechanthof).

Furchtbar: Bis zu 50 cm Länge wiesen die Hufe von Shadow auf, als man sie in der Scheune gefunden hat (Foto: TH Dechanthof).

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4 Kommentare
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  1. Also was denken sich die Leute einfach nur dabei ich finde das lächerlich die leute gehören eingespeert geschlagen und sie sollten nichts mehr zu essen bekommen das sie wissen wie es den armen Tier gegangen ist!!!!

  2. vor einem jahr war also noch alles “halbwegs” in ordnung??? heißt das, dass wir tiere “halbwegs” quälen und verwahrlosen lassen dürfen, muss es denn immer erst zu solchen bildern kommen bevor etwas passier?? “Halbwegs”, wenn einige nur “halbwegs” verstand hätten, wäre das nicht passiert. Halbwegs stehen ja auch ihre chancen, aber vollkommen soll shadow genesen und vollkommen soll ihr zukünftiges leben sein, denn halbwegs ist nicht genug. lg sigi

  3. ein Lob an den Bürgermeister Muck und auch an den zuständigen Amtsvet! Das nenne ich Tatkraft und Zivilcourage.
    Kein Huf wächst innerhalb eines Jahres an die 50 cm! Auch vor einem Jahr muß der Zustand des Pferdes schon katastrophal gewesen sein.
    Gerade habe ich vom Tod der Stute gelesen. Wenigstens hat sie in ihren letzten Lebenstagen noch Zuwendung und Fürsorge erfahren dürfen.
    lg

  4. Was sind das nur für Menschen? Keine Verantwortung, keine Reue. Jeden Tag erfährt man solche Dinge von Mißhandlung von Kindern, Tieren oder Taten an hilflosen älteren Menschen. Aber all jene, so auch die Tiere können sich nicht wehren, nicht fliehen, keine Strafe ist hoch genug, um diese Taten zu bestrafen. S.Lantzen

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